Bővebb ismertető
D as Mittelalter konnte sich von den Millionenstádten unserer Zeit keine Vorstellung machen. Auch den damaligen Bürgern Prags kam es nicht in den Sinn, daB die engen GáBchen der Stadt einst von Fahrzeugen verstopft sein würden, waren sie doch nur zur Abwicklung der nicht sonderlich bedeutsamen Alltagsgescháfte angelegt worden. Überdies konnte nachts in diesen schmalen Gassen die Wache jedem, der sich ohne Licht náherte, mit ihrer Hellebarde den Weg verlegen. Die damaligen Stadtváter waren vor allém auf ihre eigene Sicherheit bedacht und zudem herrschte innerhalb der Stadtmauern Not an Platz. Was die Künstler, Baumeister und Steinmetzen wáhrend der Jahrhunderte den Quadern einverleibt habén, ist uns als Érbe erhalten geblieben. Jedes Zeitalter verewigt in dem behauenen Gránit oder Sandstein seine Atmospháre, seine Poesie und seinen Sinn für das Schöne. Wir Menschen von heute lieben diese vergangene und doch so lebendige Stilverquickung, die im endlosen Wandel von Raum zu Raum dem launischen Spiel der Zeit folgt. Wir lieben die Anmut der AuBenportale mit ihren Bárén, Waagen, Rosen. Wir lieben die stillen Winkel, in denen zwischen holprigem Pflaster frisches Gras sprieBt. Wir lieben das schmiedeeiserne Blattwerk der Erkerbrüstungen. Wir lieben den Schatten und das Halbdunkel der Sackgassen, in denen der Mond verstohlene Liebesküsse erspáht.