Bővebb ismertető
Prinz Lieschen Prinz Lieschen hat nie in ihrem Leben Lieschen geheiCen und nur ein paar Wochen lang wie ein Prinz gelebt. Nur ein paar Wochen, doch die reichten aus, um Prinz Lieschen bei den Leuten im Erzgebirge unvergessen zu machen. In Wirklichkeit hiefi sie Sabine Apitz und war die Tochter eines Webers, ein pfiffiges Mádchen. Sie hatte keine Lust, zu Hause zu versauern, und so unternahm sie was sehr Schlimmes. Was Schamloses. Man kann es nicht niederschreiben, ohne bis hinter die Ohren zu erröten. Es liegt allerdings bald dreihundert Jahre zurück, und die Sitten habén sich seither etwas gelockert. Sabine - nun ja -, sie zog Hősen an. Mánnerhosen. Auch gab sie ihrem Haar einen mánnlichen Schnitt und verwandelte sich so in einen schönen Jüngling. Anno 1716 sprach es sich herum, dafi da ein freundlicher, auffallend hübscher blutjunger Herr durchs Erzgebirge streift, ohne Diener und Begleiter, was ganz ungewöhnlich war. Bis auf die Augustusburg, das Jagdschlofí des Kurfürsten hoch überm Zschopautal, gelangte die Kundé. Der Schlofiverwalter, Herr von Günther, spitzte die Ohren. Ich werde Küche und Keller und die fürstlichen Gemácher herrichten lassen und diesen freundlichen Jüngling aufs Schlofi bitten. An nichts soll es ihm fehlen. Denn ich kann mir wohl denken, er ist kein anderer als unser allergnádigster Kurprinz, der über kurz oder lang unser Landesvater sein wird.