Bővebb ismertető
Hundert Meter vor Sisteron, da wo Buedi und Durance ineinanderfließen: dort und nirgendwo anders, niemand kann sagen warum, beginnt die Provence. Grün und klar kommt der Buech durch Wiesen herbeigeströmt, grau milchig getrübt die Durance, und durch ein kolossales Felstor, dessen Schrunden senkrecht wie strenge Stirnfalten stehen, treten sie am Zitadellberg vorüber ihren gemeinsamen Lauf an, wälzen ihre Steintrümmer und Kiesel südwärts, türmen Sandbänke und Inseln und zerstören sie wieder, nehmen die Bléone auf und die Asse und den grünen Verdon, Schwestern und Brüder, die von den Alpen herab sich in den weichen Stein gruben, und ziehen, befrachtet mit diesen neuen, ewig unerschöpflichen Trümmern, zu Füßen des Lubéron gegen West, der Rhőne entgegen dem" Rhőne, wie wir sagen müßten, denn der Strom wird als Gott und Vater dargestellt, le Rhőne" der Franzosen, der lateinische Rhodanus, masculini generis.Es geschieht das bei Avignon, in einer schönen, schwellenden Fruchtebene, und da endet die Provence, niemand kann sagen warum, aber es ist so: der Rhőnelauf bildet die Grenze, die jenseitige Muldenhälfte gehört der Languedoc an wie die Cevennen dem Zentralmassiv. Und der Vaterstrom führt seit unzählbaren Jahrtausenden alle Gewässer und Gesteine des Hochgebirges, alle Sinkstoffe der Täler und Felder gesammelt dem Meer zu, allen Sand, alles Gemergel, all das verfaulte Wurzelwerk der Wälder, die einst in seinen Armen standen, ehe der waldfeindliche Mittelmeermensch sie in fleißigem Raubbau ausrottete, immer stiller wird die Strömung, immer wirrer verzweigen sich die immer seichteren Fluten, Schlamm und Bradce lassen Schilf und Tang in sich wachsen, Kranich und Fischreiher stehen äsend in der Lagune,