Bővebb ismertető
IMPRE SS IONÉN AM RANDE Ausgedchnte Wálder und leuchtende Feldcr, sanft schwingendc Hügelketten und schroffe Steinwánde, die - alsStcinbrüchcgenutzt - interessanten AufschluB geben, rauschende Báche und unberechenbarc Flüsse, liebliche Táler, eine vielfáltige Tier- und PHanzenwclt - all das beeindruckt den Wanderer in der Ostthüringer Landschaft. Immer neue Überraschungen hált das Land zwischen Elster und Saale béreit. Ganz gleich, aus welcher Richtung die Reise nach den Thüringer Seen beginnt, sie ist ein Erlebnis eigener Art. Sic lohnt von Nordcn, die alte im Volksmund als Hohc Strafie bezeichncte FernverkehrsstraBe entlang, wenn man aus Zeitz kommt; sie reizt als Fahrt durchs Elstertal, wird noch verlockender das burgenreiche Saaletal hinauf. Aber cs sind nicht nur die landschaftlichen Besonderheitcn, die - von der Natúr bereitgehalten - dem Frcmden als Entschádigung für seine Reisebeschwernisse winken, und - beschwerlich ist die Reise ins Land der Thüringer Seen. Háufig mufi umgestiegen werden, sofern man nicht den Omnibus gewáhlt oder mit eigencm Fahrzeug sich unabhángig gcmacht hat. Doch es zahlt sich aus, die Mühe auf sich genommen zu haben; denn die Fahrt geht in altes Siedlungsgebiet. Bauliche Zeugen aus allén Jahrhunderten blieben erhalten. Sie geben Auskunft. Sie sagen aus, was der Mensch dort suchte, fand, beabsichtigte und tat. Da sind die Herrensitze, die - weithin sichtbar - zuerst auffallen. Einer davon ist die Osterburg, einst Sitz der Vögte von Weida. Burg Ranis, SchloB Burgk, Ebersdorf, Oppurg, Fröhliche Wiederkunft, Schlofi Hummelshain, Greiz, Elsterberg, Krossen und das Renaissanceschlofi Wernburg, die Heidecksburg, die Leuchtenburg oder all die anderen Schlösser und Burgen, die von den Höhen zu beiden Seiten der Saale grüfien, waren da zu nennen. Alle haben sie ihre Geschichte. Zwingburgen, Raubnester waren sie, auch wenn sie spater zu Schlösscrn umgebaut wurden und die verfeinerte Lebcnsweise des Adels widerspiegeln. Als Jugendherbergen, Museen, Ferien- und Lehrlingswohnheime oder Ausbildungsstátten dienen sie heute. Fronendc Bauern und Handwerker haben sie in mühevoller Arbeit geschaffen. Waren die Mauern fest gefügt, durftcn die Erbauer weiter schuften, Wege bauen, Frondienste auf den Feldern des Grundherrn leisten, die Hofhaltung mit dem versorgen, was in groBen und kleinen Mengen benötigt, auf den Feldern der Bauern geerntet und vom herrschaftlichen Wild verschont wurde. Andcre Bauwerke zeugen unmittelbar von jenem FleiB, der das Land verwandelte. Der Eiscnhammer vor der Aumatalsperre - bis 1921 war er in Betrieb, seine Einrichtung stammt aus dem Jahre 1770 - vermittelt einen Eindruck von der Eisenbearbeitung in jenen Tagén, denn noch kann er vorgeführt werden. Viele Mühlen sind in den bewaldeten Tálern an Bachcn und Flüssen erhalten, oft weisen nur Namen und heute anderweitig genutzte Gebáude auf die zahlreichen Mühlenwerke hin, die nötig waren, um den Holzrcichtum zu nutzen oder die Ernteertráge intensiv betriebener Landwirtschaft zu verarbeiten. Doch weit mehr vereint dic Landschaft. Schönc Rundblicke locken den begeisterten Wanderer auf die höchsten Berge und lassen ihn nicht davor zurückschreckcn, mehrere hundert Stufen hinaufzusteigen - auf Burgen oder auf besonders günstig gelegene Aussichtstürme. Neues wird dann entdeckt, das man gern eingehender betrachten möchte. Und es wird bewuBt, welche Vielfalt auf engem Raum hier beieinander ist. Alte Siedlungsformen blieben bestehen: Rundlinge und StraBcndörfer, Anger- und Gelangedörfcr, aber auch die vielen Waldhufendörfer. Die Landschaft offenbart sich so, wie sie der Mensch geprágt hat. Die Fernleitungen überqueren Táler und Berge, führen über Ácker und durch Wálder, von Kraftwerken an den Stauseen nach den vielen Industriewerkcn, die in diesem Gebiet ihren Standort haben: nach Schwarza - um Labors und Spinnsále mit Energie zu versorgen,