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Katholische Pfarrkirche ROTTENBUCH Ehemalige Augustiner-Chorherrenkirche im Pfaffenwinkel Erzbistum München und Freising Landkreis Weilheim-Schongau Patrozinium Mariä Geburt (8. September) Geschichte und Bauzeit des Klosters. Das ehemalige AugustinerChorherrenstift Rottenbuch (Raitenbuch, von Buchenrodung, nicht rote Buche, wie das Wappen besagt) liegt im Moränengebiet des Lech- u. Isargletschers in hügeliger, malerischer Gegend. Das romantische Ammertal ist hier tief eingeschnitten; oberhalb der Schlucht beherrscht das hochthronende Kloster am linken Ufer die Gegend. Hier verläuft die Grenze des baierischen und schwäbischen Stammes, an der einst der Bauernkrieg zerbrach, hier schiebt sich die westlichste Grenzlinie des Erzbistums München-Freising vor. Raitenpuech" ist (vielleicht um die Mitte des 10. Jahrhunders durch Verlegung des Eticho-Klösterleins in Ammergau) als weifische Rodungs-Zelle entstanden, deren Marienkirche später ,,Altenmünster" genannt wurde. Als Umbau bestand es bis 1803, als Kirche der um 1100 gegründeten Niederlassung der Augustinerinnen, die um 1300 nach Benediktbeuern übertraten. Die Gründung hat 1073, 27. Dezember, Weif IV. (als baier. Herzog: Weif I.) mit seiner Gemahlin Judith, unter Mitwirkung des reformeifrigen Bischofs Altmann von Passau, als Stift für Regular-Chorherren (ohne Grablege der Weifen) vollzogen. Im Investiturstreit wurde Rottenbuch alsbald zum Zufluchtsort der Papstfreunde und zum ,,Pflanzgarten" des neuen Ordens der Augustiner-Chorherren in deutschen Landen. Das Stift entsandte Chorherren u.a. nach Berchtesgaden (ca. 1100), Baumburg (1107-10), Klosterrath bei Aachen (1112), Dießen (1114) und stand in Verbindung mit den damals bedeutendsten Reform-Klöstern. So wurde schon bald nach der Gründung (westlich des ,,Altenmünsters") die große Stiftskirche begonnen: eine kreuzförmige Basilika mit freistehendem Kampanile. Nähere Baudaten und Weihen sind nicht überliefert. Ein Brand des Klosters zwischen 1262/65 zerstörte teilweise auch die Stiftskirche, zu deren Erneuerung Bischof Landulph von Brixen im Jahr 1298 einen Ablaß gewährte. Eine Feuersbrunst von 1322 beschädigte die Kirche aufs neue. Kaiser Ludwig der Bayer half zur Wiederherstellung (1345 Weihe von drei Altären in der Vorhalle).