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Gerhard Werner - Saalfeld [antikvár]
 
So beschreibt im Jahre 1650 Matthäus Marian in seiner Topographia die Stadt Saalfeld. Vieles hat sich seitdem verändert, mannigfaltig war die Bedeutung im Laufe der Jahrhunderte. Aus dem „Stättlein" wurde eine neuzeitliche Stadt von über 33000 Einwohnern, die heute nicht nur durch ihre Feengrotten oder als „steinerne Chronik Thüringens" bekannt ist, sondern als industrieller, wirtschaftlicher und kultureller Schwerpunkt des Bezirkes Gera in unserer Deutschen Demokratischen Republik einen Namen hat. Vermittelt die Innenstadt mit...
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So beschreibt im Jahre 1650 Matthäus Marian in seiner Topographia die Stadt Saalfeld. Vieles hat sich seitdem verändert, mannigfaltig war die Bedeutung im Laufe der Jahrhunderte. Aus dem „Stättlein" wurde eine neuzeitliche Stadt von über 33000 Einwohnern, die heute nicht nur durch ihre Feengrotten oder als „steinerne Chronik Thüringens" bekannt ist, sondern als industrieller, wirtschaftlicher und kultureller Schwerpunkt des Bezirkes Gera in unserer Deutschen Demokratischen Republik einen Namen hat. Vermittelt die Innenstadt mit ihren zahlreichen kunst- und kulturgeschichtlichen Sehenswürdigkeiten, mit engen Gassen und verträumten Winkeln, mit Stadtmauer und Stadttoren noch ein gewisses Bild mittelalterlicher Prägung, so tragen die Außenbezirke das Gesicht des 20. Jahrhunderts, sichtbar geworden durch die Industrie und dos fortschrittliche und vorwärtsschreitende Leben der Gegenwart. Re'iche Traditionen einer interessanten geschichtlichen Vergangenheit verbinden sich hier mit dem Neuen, mit dem besseren Leben in unserer Gesellschaft. Saalfeld liegt am Nordrand des Thüringer Schiefergebirges, dort, wo der Oberlauf der Saale endet und die Flußaue des Mittellaufes beginnt. Hier entstand am linken Flußufer auf sanft ansteigendem Gelände zu den Bergen des Thüringer Waldes hin die erste Siedlung. Es war ein günstiger Platz an der uralten nordsüdwärts strebenden Heer- und Handelsstraße, die später die wichtige Verbindung Nürnberg — Leipzig wurde, und an der Saalefurt, die den Kreuzungspunkt nach Osten und Westen darstellte. Die Frage noch der Entstehung Saalfelds ist nicht zu beantworten. Bereits im ausgehenden Eiszeitalter, vor etwa 20000 Jahren, war die Gegend von Wildpferdjägern und Sammlern bewohnt. Bronzefunde vom Roten Berg lehren uns, daß bereits im 2. Jahrtausend v. d. Ztr. der Mensch sich den hiesigen Erzreichtum nutzbar machte und das kostbare Metall an Ort und Stelle verarbeitete, womit dann ein beachtlicher Handel getrieben wurde. Wir wissen weiter, daß keltische Handwerker und Eisenschmiede auf dem Gelände des Stadtgebietes wohnten und den Gleitschberg südlich der Stadt zu einer sicheren Zufluchtsstätte ausbauten. Verschiedene Germanenstämme siedelten hier in den ersten Jahrhunderten u. Ztr., und schließlich ließen sich im Verlaufe des 7. Jahrhunderts slawische Sorben im rechtssaalischen Gebiet nieder, das nur schwach besiedelt war. Unter dem Druck karolingisch-fränkischer Eroberung verloren sie bald ihre Selbständigkeit und wurden im 9. Jahrhundert dem fränkischen Reich einverleibt. Eine Urkunde vom Jahre 899 überliefert uns zum ersten Male den Namen „Salauelda". Hier ist es aber noch nicht die Stadt, die erwähnt wird, sondern ein befestigter Gutshof, der dem Grafen Poppo von der Sorbenmark gehörte und später als Königsgut Sitz eines kaiserlichen Verwalters war. Ausgrabungen lassen diese erste erwähnte Ansiedlung auf dem Gelände des heutigen Schlosses lokalisieren. Saalfeld kam nunmehr als Reichsgut zu größerer politischer Bedeutung. Um 1012 gelangte das Königsgut durch Kaiser Heinrich II. an einen nahen Ver-

Termékadatok

Cím: Saalfeld [antikvár]
Szerző: Gerhard Werner
Kiadó: Rat der Stadt Saalfeld in Verbindung-Thüringer Heimatmuseum
Kötés: Vászon
Méret: 200 mm x 250 mm
Gerhard Werner művei
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