Bővebb ismertető
Friedrich II. gelangte 1740 auf den preufíischen Königsthron. Sehr bald liefi er seine grofiangelegten und ehrgeizigen Pláne für die künstlerische Ausgestaltung Berlins fallen; denn als er sich 1744 von Berlin nach Potsdam wandte, nahm er auch die Staatsgescháfte mit hinüber. Das Stadtschlofi Potsdam sollte neben der Reprásentation des Staates auch seine persönliche Lebenshaltung aufnehmen. Ein Erweiterungs- und Umbau hatte neben dem praktischen Zweck für eine künstlerische Verschönerung zu sorgen. Die seltsamen Zwiespáltigkeiten seines Charakters und seine schöngeistige Neigung zu den Künsten fühlten sich jedoch in dem zu einem betráchtlichen Ausmafí angewachsenen Stadtschlofi nicht heimisch. Es stritten innere Anlagen und áuftere Formen oft hart miteinander. Sie sind uns besonders eindringlich aus seiner Jugend bekannt, in der diese Labilitát seines Charakters mit dem zwar derben, aber in kluger ökonomie disziplinierten Naturell seines Vaters zu Zerwürfnissen führte, deren tragischer Ausgang nur noch in letzter Minute abgewendet werden konnte. Seine unheilvolle Skepsis und sein Glaube an die Nichtigkeit des menschlichen Lebens trieben ihn zu einer Unbefriedigtheit, die ihre Zuflucht nur in einem privátén Leben, fern den Ansprüchen der höfischen Etikette finden konnte, Auf dem Hügel oberhalb des kleinen Gartens Marly" glaubte er, die Státte für eine solche persönliche Lebenshaltung gefunden zu habén. Wáhrend der Vater dort dem derben Vergnügen des SchieEens nach Tontauben huldigte, mochte der Jüngling, zurückgezogen auf dem Hügel und hingegeben der Lektüre fran5