Bővebb ismertető
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Sich den Vögeln gleich in die Luft zu erheben und die Welt von oben zu betrachten, ist ein uralter Traum der Menschheit. Die Sage des Altertums berichtet von Daida-los, der für sich und seinen Sohn Ikaros Flügel aus Federn und Wachs verfertigte und damit über das Meer flog. Dabei näherte sich Ikaros zu sehr der Sonne, so daß das Wachs schmolz und er abstürzte. Eingehender beschäftigte sich Leonardo da Vinci um 1500 mit der Konstruktion von Luftfahrzeugen, doch erst 1783 erhoben sich erstmals zwei Menschen mit einem von den Gebrüdern Mongolfier gebauten Warmluftballon in die Lüfte. Am 27. September 1788 hatte auch Berlin einen großen Tag. In Anwesenheit des Hofs und unter großer Beteiligung der Bevölkerung startete der französische „Aeronaut" Blanchard, der bereits 1785 mit seinem mit Wasserstoffgas gefüllten Ballon den Ärmelkanal von Dover nach Calais überflogen hatte, vom Exerzierplatz im Tiergarten zu einer Luftfahrt über die Stadt.
Der Ballon als eine Möglichkeit der Fortbewegung in der Luft erfuhr nach 1900 im Luftschiff des Grafen von Zeppelin eine Weiterentwicklung, doch erwies sich sein Einsatz letztlich als unrentabel und durch die Wasserstoffüllung auch als gefährlich. Die Zukunft gehörte dem Fahrzeug, das zwar im Gegensatz zum Ballon „schwerer als Luft" war, aber mit Hilfe eines Motors aufsteigen konnte, dem Flugzeug.
Wenn auch wiederum Leonardo da Vinci schon um 1500 die erste Kamera beschrieben hat, gelang es doch erst 1837 dem Franzosen Daguerre, „ein durch Strahlungen, besonders durch Lichtwellen erzeugtes reelles Bild auf lichtempfindlichen Schichten (Platte, Papier, Film) mittels einer Kamera chemisch festzuhahen".
Seit dieser Zeit ist die Technik und das Verfahren der Fotografie, die man anfangs zu Ehren des Erfinders Daguerreotypie nannte, bis zum hohen Stand der Gegenwart weiterentwickelt worden. Der französische Daguerreotypist, Maler und Schriftsteller C. F. Tournachon, genannt Nadar, stieg 1858 mit einem Ballon auf und fotografierte Paris aus 300 m Höhe - das Luftbild war geboren.
Es gab jedoch schon vor dem ersten Ballonaufstieg und der Erfindung der Fotografie künstlerische Darstellungen „von oben". Mit Hilfe der Vogelperspektive, bei der der Horizont hoch liegt und alle Fluchtlinien darunter ansteigen, entsteht eine Aufsicht, die den späteren wirklichen Luftbildern sehr nahe kommt. Vor allem vom 17. bis zum 19. Jahrhundert war die „Vogelschau" eine beliebte Art der Wiedergabe von Landschaften, Städten und vornehmlich im Barock von Schloß- und Parkanlagen. In dieser Reihe ist auch die abgebildete und um 1756 entstandene Ansicht des Schlosses und der Terrassen Sanssouci von J. F. Schleuen zu nennen. J. D. Schleuen d. Ä. hatte bereits zwischen 1748 und 1750 eine ähnliche Terrassenansicht - statt der Bildergalerie ist noch das Treibhaus wiedergegeben - sowie die Ehrenhofseite