Bővebb ismertető
EinleitungMit dieser Darstellung soll zur besseren Kenntnis und somit auch zum besseren Verstándnis eines vergleichsweise wenig erforschten Bereichs unseres kulturellen Erbes beigetragen werden. Burgen, Schlösser und Herrenháuser verstehen sich heute bei uns ganz allgemein als aus der Umgebung hervorgehobene, künstlerisch gestaltete und ausgeschmückte Bauwerke oder Gebáudekomplexe, lángst aber nicht mehr als feudale Herrschersitze, was sie ursprünglich gewesen sind. Zu eindeutig gehören Adel und Grofígrundbesitz in der Deutschen Demokratischen Republik der Vergan-genheit an.Wenngleich in einer architekturgeschichtlichen Darstellung die Rolle des Bauherren nicht unterschátzt werden darf, so ist jede Würdigung eines Bau- oder Kunstwerkes doch immer als Wertschátzung des Baumeisters und des Künstlers sowie der vielen namenlosen Ausführenden zu verstehen. SchlielMich ist es alléin ihren Leistungen zu danken, dafl die erhaltenen Burgen und Schlösser sowie ein Teil der Herrenháuser nicht blofi als bauliche Hinterlassenschaften einer entmachteten Klasse gelten, son-dern daft sie wertvolle historische Zeugnisse oder Kunstwerke sind, die wir als die neuen Besitzer gemáö dem humanistischen Anliegen der sozialistischen Gesell-schaftsordnung pflegen und erhalten.Die Kunst in Mecklenburg wies ihre erste und zugleich grölke Blütezeit von der Mitte des 13. Jahrhunderts bis zum Ende des 15. Jahrhunderts auf. Die Leistungen wurden einerseits vom Bürgertum in den in der Hanse zusammengeschlossenen Seestádten vor allém in der Backstein-Baukunst, aber auch in der Maierei und Plastik erbracht. Da die rechtliche und ökonomische Lage der Bauern in Mecklenburg damals noch recht günstig war, vermochten sie mit den frühen wehrhaften Dorfkirchen und dem volkstümlichen Bauernhaus ebenfalls kulturelle Leistungen von bleibendem Wert zu schaffen. Die Baukunst des Adels war in dieser Zeit von geringer Bedeutung: Der Burgenbau hatte allgemeine Verbreitung gefunden, der niedere Adel auf dem flachen Lande wohnte in Festen Háusern1 beziehungsweise in den Bauernháusern áhnlichen Gebáuden. Mit der Renaissance (hier ab Mitte des 16. Jh.) ging die kulturelle Führung an den durch Reformation und Sákularisierung gestárkten Adel über, der auch sehr bald versuchte, die durch den Verfall der Hanse geschwáchten Stádte unter seine Botmáfiigkeit zu bringen, und vereinzelt setzte das Bauernlegen2 ein. In dieser Zeit entstanden, z. T. in Anlehnung an áltere Anlagen, die künstlerisch bedeutendsten