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EinführungParis, die vielbesungene Lichterstadt an der Seine, ist seit vielen Jahrhunderten der politische, kulturelle und wirtschaítliche Mittelpunkt Frank-reichs. Rund 2,6 Millionen Menschen leben in dem von einer 36 Kilometer langen Rjngautobahn um-schlossenen Gebiet der Stadt, die eine Fláche von mehr als 105 Quadratkilometer bedeckt, doch die Région Parisienne, die mit 221 Gemeinden weit in die umliegenden Departements hinausgreift und einen Durchmesser von 40 Kilometern hat, ist von über 11 Millionen Menschen bevölkert.Wenn man in...
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EinführungParis, die vielbesungene Lichterstadt an der Seine, ist seit vielen Jahrhunderten der politische, kulturelle und wirtschaítliche Mittelpunkt Frank-reichs. Rund 2,6 Millionen Menschen leben in dem von einer 36 Kilometer langen Rjngautobahn um-schlossenen Gebiet der Stadt, die eine Fláche von mehr als 105 Quadratkilometer bedeckt, doch die Région Parisienne, die mit 221 Gemeinden weit in die umliegenden Departements hinausgreift und einen Durchmesser von 40 Kilometern hat, ist von über 11 Millionen Menschen bevölkert.Wenn man in unseren Tagén von der Basilika Sacré-Cceur auf dem Montmartre, von der Spitze des Eiffelturms, von dem in 200 Meter Höhe im modernen Montparnasse-Turm gelegenen Panora-marestaurant oder von der Panorama-Bar im 33. Stockwerk des KongreBzentrums unweit der Pone Maillot auf das sich bis zum Horizont hinzie-hende Háusermeer herabschaut, kann man sich kaum mehr vorstellen, daB sich Paris bis zum aus-gehenden 10. Jahrhundert auf die kleine Cité-lnsel beschránkte, auf der sich die Kathedrale Notre-Links oben ein Brunnen im Tuileriengarten, im Hin-tergrund der Obelisk auf der Place de la Concorde und der Arc de Triomphe. Links untén ein reich-geschmücktes Gitter am Monceau-Park. Oben Blick überden Pont Alexandre III auf die Fassade des Hotel des Invalides.Dame und der Justizpalast erheben. Auf diesem Inselchen mitten in der Seine gründete der kel-tische Stamm der Párisii im 3. vorchristlichen Jahrhundert eine Siedlung, die den Namen Lutuhezi (Wasserwohnung) erhieit und bald zum Haupt-ort des umliegenden Gebiets wurde. Als um die Mitte des 1. vorchristlichen Jahrhunderts Cásar mit seinen römischen Légionén Gallien unterwarf, erkannte sein Unterfeldherr Labienus rasch die strategisch günstige Lage der Inselsiedlung. Er nahm sie 52 v. Chr. ein, und unter dem Namen Luietia Parisionim wurde sie bald zu einer blühen-den römischen Handelsstadt. Auf ihrem leicht zu verteidigenden Kern, der Cité-lnsel, errichteten die Römer einen Palast fúr den Statthalter und meh-rere Tempel, doch die über 6 000 Bewohner fanden auf der Insel schlieBlich keinen Platz mehr, so daB sich die Stadt auf dem linken Seineufer bis in die Gegend des heutigen Panthéon ausdehnte. Aber im 3. nachchristlichen Jahrhundert fielen Germa-nenstamme plündemd und mordend ins Land ein; die Bewohner sahen sich gezwungen, sich wieder aufihre Insel zurückzuziehen und sie mit einer star-ken Mauer zu umgeben, die bis zum 10. Jahrhundert die Stadtgrenze bildete.Um 360 n. Chr. zog Julianus, dem die christliche Nachwelt zu Unrecht den Beinamen Apostata(der Abtrünnige) gegeben hat, in Lutetia ein, wurde hier zum römischen Kaiser ausgerufen und taufte die Stadt vorseinerRückkehrnach Rom nach ihren Bewohnern in Parisia um. Ein Jahrhundert spater stieB Attila mit seinen Hunnen nach Gallien vor.aber ehe er Paris erobern konnte, wurde er in der Schlacht auf den Katalaunischen Feldern (beim heutigen Chálons-sur-Marne) besiegt.Von dem Merowinger Chlodwig I. 508 zur Hauptstadt seines frankischen Königreichs gemacht, trat Paris unter den Karolingern wieder in den Hintergrund, bis es nach derThronbesteigung Hugó Capets 987 zum Zentrum des jungen franzö-sischen Königreichs wurde. Nun dehnte sich die Stadt wieder auf die Seineufer aus; am rechten Ufer entstanden die Viertel der Kaufleute, wáhrend aus den zahlreichen Klostergründungen auf dem linken Ufer geistliche Schulen hervorgingen, deren berühmteste die Sorbonne (1253) wurde. So stieg Paris im 12. und 13. Jahrhundert auch zum unbe-strittenen wirtschaftlichen und kulturellen Mittelpunkt Frankreichs auf. Im 16. und 17. Jahrhundert erblühte das Paris der Schlösser und Palaste. Col-bert, der Finanzminister Ludwigs XIV., leitete durch die groBzügige Erweiterung der mittelalter-lichen Stadtbefestigungen und die Anlage breiter StraBen den Ausbau zur modernen Weltstadt ein, den der Stádteplaner Haussmann im 19. Jahrhundert weiter vorantrieb. Eine neue Phase stádtebauli-cher Tátigkeit, die bis heute anhált, setzte nach dem Zweiten Weltkrieg ein.Paris war aber auch immer wieder das Zentrum weit ausstrahlender kultureller und politi-scher Ereignisse. Sie und die zahlreichen groB-artigen Monumente einer reichen Vergangenheit werden wir auf den folgenden Seiten kennen-lernen.

Termékadatok

Cím: Schönes Paris [antikvár]
Szerző: Janine Soisson , Pierre Leprohon Pierre Soisson
Kiadó: Productions Liber S. A.
Kötés: Fűzött kemény papírkötés
ISBN: 2263009353
Méret: 240 mm x 320 mm
Janine Soisson művei
Pierre Leprohon művei
Pierre Soisson művei
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