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Ferien-Schweiz und Alltags-SchweizZu einer schönen Reise gehört das schöne Souvenir. Das erste - die Fahrt in ein fremdes Land - ist oft leichter bewerkstelligt (nicht finanziert) als das zweite: das bleibende Reiseandenken zu finden. Die Reiserevolution des 20. Jahrhunderts hat vieles, am wenigsten jedoch die Souvenirindustrie revolutioniert. Trotz an-erkermenswerter Bemühungen um das formschöne Reiseandenken, etwa von den Heimatwerken, hat sich sozusagen überall, wohin und wieweit uns die Verkehrsmittel tragen, die Summe der seelenlosen Massenmitbringsel ungleich stärker vermehrt als jene der bleibenden Einzelstücke, mit denen man die Atmosphäre eines Landes mit nach Hause nimmt. Die Serienartikel liegen an den grossen Touristenstrassen griffbereit für den eiligen Gast, dem das knapp bemessene Reiseprogramm für die beschweriiche und doch herrliche Suche nach den guten Souvenirs keine Zeit lässt. Aussichtslos muss allerdings der Kampf gegen den Reisekitsch nicht sein - ein Käuferstreik unter allen Touristen dieser Erde, denen man ein Vereinigt euch zurufen möchte, könnte hier heilsamen Einfluss ausüben. Welche der vielen (allzu vielen) internationalen Fremdenverkehrsorganisationen geht hier voran?Nach diesem ungefreuten Blick auf den Souvenirmarkt greift man gerne zur Feder, um dem vorliegenden Band, der sich auch im Titel als Souvenirbuch ausgibt, ein Geleitwort mitzugeben. Seine erste Auflage, nach schweizerischen Massstäben eine Massenauflage, war rasch vergriffen: zu Zehntausenden gingen die Souvenirbücher ins nahe und ferne Ausland. Offensichtlich haben Herausgeber und Gestalter den richtigen Ton, die gute Mischung im Darstellungsrezept für ein Buch gefunden, das eine Erinnerung, ein Andenken und Souvenir an Reiseeindrücke in einem anderen Land sein will. Die neue, von Grund auf erneuerte Auflage kehrt in ihrem Format zum alten Souvenir-Album zurück, das seinerseits wohl aus dem allen Pensionatstöchtern bekannten Privat-Album entstanden ist. Be-wusst stark der Farbe verpflichtet, mit Aufnahmen erster Photographen und oft mit guten, man möchte sagen künstlerisch gesehenen Postkarten versehen, zeugt dieses Souvenirbuch auch vom soliden, bewährten Handwerk schweizerischer Druckkunst, einer sauberen, in der Schweiz besonders gepflegten graphischen Gestaltung, begleitet von Texten aus der flüssigen Feder Conrad Streits, der unterhaltsam und doch gut belegt den Leser in das Reiseland Schweiz einführt. Hochgesteckter Wunsch des Vorwortschreibers: die Erinnerungsbilder dieses Buches - Souvenirs an die Ferien-Schweiz - möchten unsere Gäste auf ein bisschen mehr Wissen über die Alltags-Schweiz neugierig machen. Also ein Geschenk zum Weiterstudium oder zum Wiederkommen!Die Schweiz der Gäste ist nicht immer jene der Schweizer. Das ist in fast allen Ferienländern so. Wer die gros-17