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GEOGRAPHISCHER ÜBERBLICK
Schwerin und seine Seen, das sind Begriffe, die nicht voneinander zu trennen sind. Zehn größere und lileinere Seen geben der Stadt das Gepräge. Unter ihnen ist der Schweriner See mit 63,4 l^m^ der größte in dieser westmecklenburgischen Seen-Hügel-Landschaft und nach der Müritz der zweitgrößte See unserer Republik. Seine Länge beträgt rund 21 km, seine Breite erreicht 6 km. Untergliedert wird er in Binnensee (Südteil) und Außensee (Nordteil). Am Ende der jüngsten Kalt- oder Eiszeit (Weichselkaltzeit) vor etwa 18 000 Jahren wurden die Konturen der Landschaft im großen und ganzen geprägt. Am Südufer und am Nordende des Schweriner Sees erkennt man recht deutlich die Endmoränenaufschüttungen beim vorüber-gelienden Stillstand in der sogenannten Franlifurter und Pommerschen Phase während des Rüclizugs der Inlandeismassen. Die Endmoränenzüge verlaufen im Norden von Westnai'dwesten über Groß Stieten nach Neukloster in den Bützower und Sternberger Raum, im Süden von Dümmer über Neumülile, Raben Steinfeld und Crivitz nach Südosten in das Gebiet von Parchim und Lübz. Die abfließenden Schmelzwässer hatten sich, dem Gefälle folgend, Abflußbahnen gesucht. Die Endmoränenzüge wurden dabei durchbrochen, wie man es an der sogenannten „IVIueßer Pforte" erkennen kann; teilweise entstanden tief eingeschnittene Rinnen, di'i heute malerische Rinnenseen ausfüllen und die häufig in Seenlvetten zusammenhängen. Und manche Gletscherzunge am Inlandeisrand hat Beckenseen und mancher verschüttete Toteisklotz nach dem späteren Abtauen Solle, kleine wassergefüllte runde Vertiefungen inmitten der Landschaft, hinterlassen.
Die abfließenden Wassermassen strömten nur zu einem geringen Teil nach Norden zur Ostsee ab, im wesentlichen flössen sie durch die Stör- und Lewitzniederung zum Urstromtal der Elbe und damit der Nordsee zu. Die Schmelzwässer Iiinterließen südlich des Schweriner Endmoränen-bogens ausgedehnte Sandergebiete, Sandflächen mit einzelnen kiefernbestandenen Aufragungen, wie dem Petersberg (67 m) und dem Krügerberg im Störtal.