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David Gibbon - Spanien [antikvár]
 
Einführung Zwischen den Pyrenäen im Norden und der Straße von Gibraltar im Süden erstreckt sich Spanien über den größten Teil der Iberischen Halbinsel - ein Land, das durch seine lange, bewegte Geschichte, seine herbe, eindrucksvolle Landschaft und das Tempo, mit dem sich in den letzten Jahren eine tiefgreifende Veränderung in allen Lebensbereichen vollzogen hat, gleichermaßen fasziniert. Die Geschichte Spaniens wurde von vielfaltigen Einflüssen geprägt. Die in der Eisenzeit eingewanderten Iberer verschmolzen mit Ligurern und...
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Einführung Zwischen den Pyrenäen im Norden und der Straße von Gibraltar im Süden erstreckt sich Spanien über den größten Teil der Iberischen Halbinsel - ein Land, das durch seine lange, bewegte Geschichte, seine herbe, eindrucksvolle Landschaft und das Tempo, mit dem sich in den letzten Jahren eine tiefgreifende Veränderung in allen Lebensbereichen vollzogen hat, gleichermaßen fasziniert. Die Geschichte Spaniens wurde von vielfaltigen Einflüssen geprägt. Die in der Eisenzeit eingewanderten Iberer verschmolzen mit Ligurern und Kelten zu Kelt-iberern; Phönizier, Griechen und Karthager gründeten in den folgenden vorchristlichen Jahrhunderten Kolonien auf der Halbinsel. Im Jahre 202 v. Chr. kam Spanien unter römische Herrschaft, die fast sechs Jahrhunderte andauerte. Während der Völkerwanderung wurde es zuletzt von den Westgoten erobert, die 711 n. Chr. den aus Nordafrika eingedrungenen Mauren unterlagen. Dié kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den christUchen Königreichen im Norden und den islamischen Emiraten im Süden zogen sich jahrhundertelang hin, bis die „katholischen Könige" Ferdinand von Aragonien und Isabella von Kastilien durch ihre Heirat im Jahre 1469 die gemeinsame Herrschaft über Spanien erlangten. Unter ihrer Regentschaft - und unter Karl L, dem späteren Kaiser Karl V., und Philipp II. - stieg Spanien zur Vormachtstellung in Europa und zum Weltreich auf. Der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus im Jahre 1492 folgte auch die Eroberung großer Teile Mittel- und Südamerikas. Die Vernichtung der Armada durch die Engländer im Jahre 1588 leitete den Untergang der spanischen Weltmacht ein. Unzählige Aufstände und Kriege gipfelten im blutigen Bürgerkrieg von 1936-39, der etwa eine Million Menschenleben kostete. Ihm folgte ein nahezu vier Jahrzehnte andauerndes autoritäres faschistisches Regime unter General Francisco Franco. Seit dem Tod des Diktators im Jahre 1975 hat sich in Spanien eine weitgehende Veränderung vollzogen, und nach 41 Jahren gab es die ersten freien Parlamentswahlen. Im Verlauf seiner wechselvollen Geschichte haben sich in Spanien verschiedene Regionen entwickelt; offizielle Landessprache ist Kastilisch, aber Katalanisch, Baskisch und Galizisch werden ebenfalls gesprochen. Der landschaftliche Charakter der einzelnen Regionen ist überaus vielfältig. Die Hauptstadt Madrid liegt inmitten der zentralspanischen Hochebene, der Meseta, einem steppenartigen, fast baumlosen Plateau, in dem schroffe Gebirgszüge eine natüriiche Barriere für atlantische Regenwolken bilden. Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Metropole zählen unter den Museen der Prado, unter den Bauwerken der Escorial, in dem Philipp II. Schloß, Kloster und Mausoleum vereinte. Unweit Madrid liegt Toledo, die alte Hauptstadt, in der man überall auf maurische Einflüsse stößt. Im Südosten der Meseta befinden sich die fruchtbaren Obstanbaugebiete von Valencia und Murcia sowie die bei Urlaubern sehr beliebte Costa Bianca. Weiter südUch liegt Andalusien, das Spanien der Stierkämpfe, des Flamenco, der Gitarren und Kasta-gnetten. Die snobistische Costa del Sol rund um Marbel-la mit ihren Badestränden, Golfplätzen und Jachten steht in scharfem Gegensatz zum andalusischen Inland, wo weißgetünchte Häuser sich die Hänge hinaufzieh'en, wo in den Weinbergen die Trauben für den Sherry wachsen und die Kampfstiere auf grünen Wiesen weiden, In den Arenen der prachtvollen Städte Sevilla und Granada kann man die großartigsten Stierkämpfe miterleben. Das wohl eindrucksvollste Bauwerk Spaniens ist die weltberühmte Alhambra, eine maurische Festung in Granada. Unweit der Alhambra liegt der Generalife mit seinen einmalig schönen Gärten und Innenhöfen sowie das Zigeunerviertel am Sacro Monte. Ein Ausflug in die schneebedeckten Berge der Sierra Nevada erfordert eine knappe Autostunde. Von diesem beliebten Skigebiet ist es nicht mehr weit bis zum Mittelmeer. Westlich von Granada liegt Sevilla, für seine Kathedrale, den Alcázar, die Parkanlagen nicht minder bekannt wie für seine beeindruckenden Feste. Jerez de la Frontera wurde durch den Sherry zu einer der reichsten Städte Andalusiens. Man kann die zahlreichen Bodegas besichtigen, wo der Traubensaft in Eichenfässern gärt, und dort den Wein probieren. Katalonien erstreckt sich nördlich von Valencia bis zur französischen Grenze. Seine Hauptstadt Barcelona ist das wichtigste Industriezentrum Spaniens und einer der größten Häfen des Mittelmeers. Der Straßenzug der Rarablas, die sich - mit wechselnden Naraen - von der Plaza de Cataluna bis zum Hafen erstrecken und das alte Stadtviertel in zwei Hälften teilen, ist erfüllt von buntem Leben und Treiben. Hier finden unter den Dächern der Platanen Blumen- und Tiermärkte statt, die Luft ist erfüllt vom Duft der Rosen und Nelken und vom Gesang exotischer Vögel. Pablo Picasso verbrachte seine Jugendjahre in Barcelona; im Museum für moderne Kunst ist ein Saal seinem Werk gewidmet. Nördlich von Barcelona bis zur französischen Grenze verläuft die Costa Brava, jener Küstenstreifen, der all-jähriich Zehntausende von Touristen anzieht. Die weniger bekannten Badeorte finden sich in den baskischen Provinzen Nordspaniens. Hier gibt es zahlreiche Sandstrände und auch im heißen Sommer eine angenehm kühle Brise vom Atlantik her. In San Sebastian, das mit Nizza oder Cannes zu vergleichen ist, pflegten die Könige von Spanien ihren Uriaub zu verbringen. Der Charakter des Binnenlandes bis hinein nach Navarra und Aragonien wird durch die Pyrenäen bestimmt. Inmitten einer wilden, zerklüfteten Landschaft mit Schluchten, Wasserfällen und hohen schneebedeckten Gipfeln liegen einsame Bergdörfer, die nur über steile, kurvenreiche Straßen zu erreichen sind. Auch diese Gegend bietet alles, um die Wünsche von Millionen Spanienuriaubern zu erfüllen. Der Tourismus zählt nach wie vor zu den wichtigsten Industrien des Landes und hat wesentlich dazu beigetragen, den Lebensstandard der Bevölkerung zu heben.

Termékadatok

Cím: Spanien [antikvár]
Szerző: David Gibbon Ted Smart
Kiadó: Delphin Verlag GmbH
Kötés: Ragasztott kemény kötés
ISBN: 3773542186
Méret: 200 mm x 270 mm
David Gibbon művei
Ted Smart művei
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