Bővebb ismertető
V o r iv o r tlm Sommer 1951 führte Prásident Wilhelm Pieck auf Anregung des zu Besuch in Berlin, der Statte seines langjahrigen Wirkens, weilenden berühmten Dirigenten Erich Kleiber den Beschlu/3 zum Wiederaufbau der am 9.110. April 1941 durch einen anglo-amerikanischen Bőmben-angriff zerstörten Staatsoper Unter den Liliden herbei. Damit wurde ein Werk in Angriff genommen, das in besonders sinn-falliger Weise für zweierlei Zeugnis ablegt: Für den Willen der Regierung und des Volkes der Deutschen Demokratischen Republik, der durch den Hitlerkrieg so furchtbar mitgenom-menen Hauptstadt Deutschlcinds wieder ein ihr wiirdiges Gesicht zu geben, und zugleich für den Willen zur Pflege unseres nationalen kulturellen Erbes. Denn das Haus der Staatsoper Unter den Liliden, das zweihundert Jahre der Musik Obdach geboten hat, ist ein Stüek dieses Erbes; es berührt sieh darin mit zwei gegenüberliegenden Bauwerken, die ebenfalls neu erstanden sind, der Humboldt-Universitát und dem Zeug-haus. Dieses kleine Bucii wendet sich in erster Linie nicht an die Fachleute, an die Musik- oder Theaterhistoriker. Auch nicht an die Architekten; es will keine Baugeschichte des Hauses Unter den Linden geben. Was es will, ist dies: Den Werk-t'átigen, die mit den besten Werken unserer Literatur und Kunst, eben mit unserem nationalen Kulturerbe im weitesten Sinne, vertraut gemacht werden sollen, von der Vergangenheit eines Gebáudes erzáhlen, das zwei Jahrhunderte hindurch einen führenden Platz im Kulturleben Berlins eingenommen hat und das einen solchen Platz in dem Berlin von heute bald