Bővebb ismertető
VorwortDie Himmelskunde hat seit jeher eine geheimnisvolle Anziehungskraft auf den Mensdien ausgeübt. War es einst ein angenommener, mystisdier Zusammenhang zwischen Gestirnen und irdischem Leben, so ist es heute die exakte Forschung, die in immer stärkerem Maße Interesse auf sich zieht. Da stehen die vielfach auch publizistisch ausgewerteten Neuentdeckungen im Blickpunkt - denken wir nur an die Pulsate, die kosmische Röntgenstrahlung und die organischen Moleküle im Weltall -, da beeindruckt die technische Seite der modernen astronomischen Beobachtung, und natürlich erwecken all die spektakulären Ereignisse in zwei Jahrzehnten Raumfahrt unsere Bewunderung. So ist es verständlich, daß heute immer häufiger der Wunsch geäußert wird, Sternwarten besichtigen zu können und dort an Ort und Stelle Einblick in die Arbeit des Astronomen zu bekommen. Für diesen ist das eine zwar belastende, aber insofern willkommene Aufgabe, als er auch dadurch einen Beitrag zur Herausbildung und Verbreitung eines wissenschaftlich begründeten Weltbildes leisten kann.Das gewachsene Interesse an unserer Wissenschaft regte uns an, eine Zahl astronomischer Forschungseinrichtungen aus der ganzen Welt in Wort und Bild vorzustellen. Dabei stand die durch den Umfang des Buches zwangsläufig gegebene Beschränkung in erheblichem Gegensatz zu der großen Zahl derjenigen Observatorien, die bedeutende Beiträge auf dem Forschungsgebiet geleistet haben. Die von uns getroffene, notwendige Auswahl von 40 Institutionen stand unter dem Gesichtspunkt, möglichst alle Zweige der Astronomie in ihren verschiedenen Beobachtungsinstrumenten und -methoden zu erfassen und hier und da auch einen Blick auf Ergebnisse zu gestatten. Selbstverständlich sind wir uns darüber im klaren, daß die getroffene Auswahl subjektiv ist, glauben aber doch, einen repräsentativen t)berblick über die Stätten astronomischer Arbeit gegeben zu haben. Die hohe Bedeutung, die die Raumfahrt unmittelbar auch für die astronomische Forschung hat, konnte jedoch höchstens angedeutetwerden, eine eingehende Behandlung hätte den Rahmen dieses Buches gesprengt.Unsere Beschreibungen der Institutionen basieren in hohem Maße auf einschlägigen Veröffentlichungen in Zeitschriften, auf den von vielen Einrichtungen gegebenen Jahresberichten und ganz wesentlich auf Fragebogen, um deren Beantwortung wir die Institute gebeten hatten. Für diese bereitwillige Mitarbeit und die großzügige Überlassung von Bildmaterial fühlen wir uns den Institutionen zu besonderem Dank verpflichtet. Gleichzeitig hoffen wir auf Verständnis, wenn hier aus Gründen des Umfangs oder der inhaltlichen Gliederung so viele bedeutende Unternehmungen und Leistungen nicht vorgestellt worden sind. Unser Dank gilt auch den Mitarbeitern des Verlages Edition Leipzig und allen anderen an der Herstellung des Buches Beteiligten für die jederzeit förderliche Zusammenarbeit.August 1978Siegfried Marx / Werner Pfau