Bővebb ismertető
Stift Melk. Das Stift unmittelbar nach Fertigstellung, Aquarell von Fr. RosenstinglZwei himmelragende Türme und eine Kuppel rufen es weithin in die Lande: Auf diesem Felsen steht eine Gottesburg! Während in anderen Barockklöstern eine palastartige Bauweise die Kirche fast völlig zurücktreten läßt, bildet in Melk das Palastartige nur den Rahmen für einen gewaltigen Sakralbau. Ein großer Kirchenfürst der Barockzeit faßt das in Worte: ,,In Melk schaut aus jedem Fenster ein Mönch heraus." Die Anlage von Melk ist edelster Barock: Zwei vorspringende, einander ein wenig sich zuneigende Gebäudekomplexe, von einer Altane harmonisch verbunden, umrahmen die etwas zurücktretende Kirchenfassade. Ein ganz und gar typischer und unverwechselbarer Anblick. Von welcher Seite immer man das Stift betrachtet einfach, klar und ebenmäßig laufen die Linien. Und doch ist der Grundriß des Hauses nicht regelmäßig, dem Felsplateau angepaßt, nur an wenigen Stellen durch Mauern leicht korrigiert. Die lange Südfront, die sehr unregelmäßig verlaufende Nordfront, die breite, geschlossene Ostfront, ein Meisterwerk eleganter Fassadengestaltung, und die wuchtig die Landschaft überragende Westfront umschließen das Kloster. Den Erbauern ist es gelungen, Natur und Kunst, Gegebenes und Geschaffenes in wunderbarer Weise zu vereinen. Großartig thront das Stift auf seinem Felsen über der Donaulandschaft: himmelweisend und religiös, und doch ganz im Prunkstil der damaligen Zeit erbaut.