Bővebb ismertető
Siedlung und Stadtbild Szentendre erlebte zweimal in seiner Geschichte eine Blütezeit. Das erste Mai unter den Römern, und das zweite Mai, als die vor den Türkén fliehenden Südslawen und Griechen in die Stadt kamen und sich hier eine neue Heimat schufen. Die Südslawen, die sich dann in Ungarn niederlieBen, stammten grölkenteils aus Serbien, Dalmatien, Bosnien und der Herzegowina. lm letzten Jahrzehnt des 1. Jahrhunderts v. u. Z. besetzten die Römer das Land westlich der Donau und gliederten es unter dem Namen Pannónia in das Römische Reich ein. Das südlich von Szentendre entstandene Aquincum wurde zur Hauptstadt von Pannónia Inferior ausgebaut. Die Verteidigungslinie des römischen Reiches führte die Donau entlang, und Ulcisia Castra, das damalige Szentendre, bildete ein wichtiges Glied des Limes. Heute sind nur noch wenige Spuren der blühenden römischen Kultur aufzufinden: Überreste des Militárlagers, Mauern bürgerlicher Vilién, Tonscherben und einige erschütternde Zeug12 nisse menschlichen Lebens wie der Familiengrabstein eines Soldaten der Hilfslegion oder der Votivstein eines Veteranen. 22-25 lm Mittelalter hatte die Stadt Szentendre keine besondere Bedeutung. Aus jenen Zeiten blieben uns nur die romanischen und gotischen Teile der Burgkirche sowie etliche Angaben in Urkunden erhalten. Die ersten Beziehungen Szentendres zu den Südslawen gehen auf den letzten Abschnitt des Mittelalters zurück. Nach der verlorenen Schlacht auf dem Amselfeld (Kosovo Polje, 1389), in der Zar Lazar (1372-1389) in türkische Gefangenschaft fiel und auf Bsfehl des Sultans geköpft wurde, zogen immer mehr Südslawen nach Norden und suchten in Ungarn Zuflucht. Mehrere serbische Familien gelangten dabei laut Überlieferung auch nach Szentendre. Als der ungarische König Sigismund von Luxemburg (1387-1437), ab 1410 Kaiser des römischdeutschen Reiches, die Burg Nándorfehérvár (Belgrád) und nebst anderen Siedlungen auch die Stadt Szentendre im Tauschhandel dem serbischen Despoten Georg Brankovic (1427-1456) übergab und im Süden die Burgen Branicevo und Galambóc (Golubac) in türkische Hánde fielen, strömte eine neue Welle von Serben nach Ungarn. Zu dieser Zeit siedelten sie sich in Ráckeve an. Da der Name Serbien auf lateinisch Rascia hieB, wurden die Serben von den Ungarn Rác oder auf Deutsch Raizen genannt. Sie konnten aber in den von den Türkén besetzten Gebieten Ungarns ihren Lebensunterhalt nur schwer erarbeiten, standig fanden Kámpfe statt, bei denen auch Szentendre fast ausgestorben wáre. Erst der dritte Zuzug von Serben brachte Szentendre die neue Blütezeit. Nach der Rückeroberung von Buda im Jahre 1686 drángte Prinz Eugen von