Bővebb ismertető
OttoBalance der Gegensätze Mann Wie verpackt man fünf Eier? Warum Eier ? Warum fünf ? Eine äußerst fragile Materie in unpraktisch asymmetrischer Anzahl. Zu leicht würden die Eier zerbrechen, wollte man sie nur in ein Furoshiki wickeln, ein bedrucktes Tuch, in das seit alters das Hochzeits- oder Neujahrsgeschenk eingeschlagen wird oder auch nur das obligate Mitbringsel für Verwandte und Freunde, Mandarinen vielleicht, häufiger noch Gebäck. Einfacher wären viere zu verpacken. Aber die Vier ist eine Unglückszahl. Ausgesprochen klingt sie wie Tod. Auch sechs Stück verschenkt man nicht, -es sind immer fünf, Teebecher, Reisschalen, oder eben Eier. Das Seil aus Reisstroh oder Hanf muß knapp fingerdick sein. Es wird zu einer Art dreidimensionaler Strickleiter geflochten und verknotet. Die Stufen dieser Leiter sind auch noch kreuzweise miteinander verbunden, so daß jedes Ei in seinem eigenen, nach allen Seiten stabil abgepolsterten Nest ruht. Auf einfache Weise ist eine Lösung gefunden. Sie ist dauerhaft und flexibel - Hanf ist haltbar, und es ist beinahe gleichgültig, wie groß die Eier sind. Zudem sieht die fünfgeschossige Schlinge mit Henkel und Inhalt ansprechend aus und bleibt still in den Tönen von Holz und Papier, wie sie im japanischen Heim und im Shinto-Schrein mit dem naturfarbenen Gebälk und den schneeweißen Shoji, den Schiebetüren, dominieren. Es ist vor allem eine Lösung, die sich sparsamster Mittel bedient und wenig Raum beansprucht. Und das nicht von ungefähr: Japan ist schon immer ein karges Land gewesen. Sicherlich, das milde Seeklima ist gesund und der Landwirtschaft zuträglich. Die vielen Gebirge liefern reichlich Wasser und später auch Wasserkraft.