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SIEHSieh um Dich das ist der Name einer kleinen, stillen Gasse beim Dom. Es sollte aber audi das Motto für alle Besucher Triers sein. Mehr als an vielen anderen Orten tut y -I- yraufmerksames Betrachten in der Stadt an der Mosel not.i J IyINur dem geduldigen Beobachter werden sich die SdiönheitJ-TJ-der Landschaft, die Fülle der Kunstwerke in Kirdien undT Y yMuseen, der lange Weg der geschichtlichen Entwicklung, dasI III IILeben der Gegenwart voll erschließen.Der Ankommende sollte zuerst von den Höhen zu Seiten der Mosel einen Blick auf die Stadt tun, von der Terrasse des Weißhaus, von der Mariensäule oder der Markuskapelle auf dem linken Ufer, von den Wegen und aus den Weinbergen des Petrisberg auf der gegenüberliegenden Seite. Dann sieht er, wie die Stadt in einer weiten, ebenen Mulde liegt, geschützt von den Hängen der didit ans Ufer drängenden Ausläufer der Eifel und jenseits des FltKses durdi die etwas weiter abgerückten Berglehnen, die zum Hochwald ansteigen. Ein Platz, geräumig und gesichert zugleich. Als weiterer Vorzug ein günstiger Übergang über die Mosel. Da verwundert es nicht, daß die Menschen seit alters sich gern hier niedergelassen haben.Schön überschaubar vom erhöhten Standort audi die Anlage der Stadt und ihre widiigsten Bauwerke: Die Benediktinerabtei St. Matthias im Süden. Dicht davor verlief die römische Stadtmauer. Leicht ermißt der Blick die erstaunlichen Ausmaße dieser mächtigen Befestigung, von der Südflanke bis zimi dunklen Koloß der Porta nigra im Norden, von der Mosel im Westen zur östlichen Mauer unmittelbar am Fuß des Petrisberg. Beträchtlich zusammengeschrumpft ist im Vergleich dazu der Umfang des mittelalterlichen Berings. Die Südmauer nun in der Fortsetzung der Römerbrücke, und audi die östliche Begrenzung ein gutes Stück stadteinwärts gerückt. Breite, baumbestandene Alleen sind an die Stelle der Gräben und Wälle getreten. In der von ihnen umschlossenen Altstadt erkennt man den hohen, langgestreckten Bau der römischen Basilika. Geradezu besdieiden nimmt sich daneben das dodi recht ansehnliche Schloß aus. Nicht weit davon zählt man über einer gedrängten Gebäudegruppe fünf Kirchtürme. Das sind Dom und Liebfrauenkirdie. Gegen so gewichtige Konkurrenz behauptet sidi machtvoll und selbstbewußt der hohe, quadratische Klotz des Turmes von St. Gangolf, zu dessen Füßen der Hauptmarkt liegt. Schließlich etwas weiter moselabwärts der sdilanke, vielformig gegliederte Turm der ehemaligen Stiftskirche St. Paulin. Aber dann, nach diesem Rundblick zu erster Orientierung, muß man hinab in die Stadt: in das Gewirr der Straßen und Gassen, in den Schloßgarten mit seinen Wasserspielen, der Blumenpracht, den tänzerisch beschwingten Skulpturen, zu den verträumten alten Friedhöfen bei St. Matthias und St. Paulin, auf die von lautem Treiben erfüllten Plätze Hauptmarkt, Kornmarkt, Viehmarkt, Pferdemarkt. Reizvoll altertümlich wie diese Bezeichnungen, fast immer sprechender Hinweis auf die ursprüngliche Bestimmung, sind auch die Namen vieler Straßen: Fleischstraße, Brotstraße, Weberbach, In der Olk, Große Eulenpfütz, An der Meerkatz. Überall entdeckt der aufmerksame Wanderer Dinge, die der Beachtung wert sind: Bauten der Römerzeit, Kirchen und Paläste, alte Bürgerhäuser, schöne Portale, Brunnen und Votivbilder. Ein Bogen spannt sidi über eine Straße als Abschluß oder