Bővebb ismertető
DES NACHBARN NEUE KLEIDER?Es war früh am Morgen, der 17. November 1989. Ein regnerischer Tag. Ohne großes Getöse hat sich das Proletariat von seiner historischen Führungsrolle verabschiedet. Was ist geschehen?", fragten sich die Tschechen und schauten aus dem Fenster. Und da sahen sie ihn, den Wenzel und seine Ritter.Eine bekannte Geschichte der tschechischen Mythologie ist Wirklichkeit geworden. Sie besagt, daß, wenn es dem tschechischen Volke am schlimmsten ergeht, der Heilige Wenzel an der Spitze seiner Ritter dem Lande zur Hilfe komme. Der Wenzel (Vaclav) weilt dieser Legende nach mit seinen Rittern an einem strategisch sicheren Ort, nämlich im Inneren des Berges Blanik" und schläft dort. Der Blanik befindet sich ungefähr einen Tagesritt südöstlich von Prag und ist nicht mit Bränik" zu verwechseln. Bränik ist ein Prager Vorort, vor allem durch seine Brauerei bekannt.Als das Volk an jenem besagten Morgen aus den unruhigen Träumen erwachte, fand es sich von der verwünschten Diktatur befreit. So stand es da, eine Mischung aus nackt wie ein Küken" und Alice im Wunderland". Vorbei die Tage, in denen das Fachblatt der Kommunisten, die Parteizeitung Rüde Pravo" (Rotes Recht) mühelos jede Blöße bedecken konnte. Die altbekannte Frage zwang sich auf: Was tun?" Einen Nachbarn zu Rate ziehen? Mit jedem Nachbarn gab es irgendwann schon mal Querelen. Sich einem anderen Mächtigen anvertrauen? Alles schon mal daneben gegangen. Erfahrungen der Vergangenheit nutzen und dieses oder jenes Requisit der glorreichen Vergangenheit behalten? Von allem ein bißchen.Nun sind einige Jahre ins Land gegangen und die Tschechen haben Ibiza gesehen (naja"), Itahen bereist (zu laut") und Florida besucht (zu heiß"). Den Vidoerecorder haben sie natürlich auch schon längst gekauft. Dann kam die Ernüchterung. Oder gar eine leise Enttäuschung? Nicht nur in die Stammkneipen von Bränik kehrten Sätze wie Die da obenDes Nachbarn neue Kleider 9