Bővebb ismertető
Wir wollen einen Ausflug über die VolksrepublikUngarn unternehmen, mit dem Flugzeug, demtechnischen Vogel der modernen Zeit. Der Himmel, andem wir unsere Bahn ziehen, spannt sich über einrelativ kleines Land. Es umfaßt insgesamt 93 031,6 km2des Donaubeckens und hat mit 10,4 MillionenEinwohnern eine mittlere Bevölkerungsdichte.Ungarn ist infolge seiner zentralen geographischen Lageinmitten des Karpatenbeckens der traditionelleSchnittpunkt vieler von Norden nach Süden undvon Osten nach Westen führender Verkehrswege. Seinegrößte geschlossene Landschaft ist die GroßeUngarische Tiefebene, ein 50 000 km2 umfassendesGebiet östlich der Donau, mit ihrem größten Fluß, derTheiß. Nördlich davon zieht sich ein von Hügelnumkränztes Bergland an der ungarisch-tschechoslowakischen Grenze entlang. Den westlichenTeil nimmt Transdanubien ein, im Norden und Ostenvon der Donau, im Westen von Österreich, im Südenvon der Drau bzw. Jugoslawien begrenzt. In diesermalerischen Landschaft liegt das größte ungarischeFremdenverkehrs- und Erholungsgebiet, der Balaton(Plattensee).Die günstigen klimatischen Verhältnisse Ungarns(im Jahresdurchschnitt 1700-2100 StundenSonneneinstrahlung) locken unendlich viele Besucherin dieses kleine, schöne Land. Seine tausendjährigeGeschichte seit der Landnahme im Jahre 896 führtüber Verteidigungs- und Unabhängigkeitskriege, überBauernaufstände und Revolutionen bis zum Jahr1945, der Schwelle zur sozialistischen Gegenwart desungarischen Volkes.Bei unserem Ausflug werden wir erkennen, wie tief dieGeschichte der ungarischen Landschaft ihrenStempel aufgedrückt hat. Aus den Jahrhunderten desMittelalters sind uns wenige Zeugnisse verblieben,so oft war dieser Fleck Erde Mittelpunkt großer Kriege.Um nur einige zu erwähnen: 1241 fielen Mongolenin das Land ein und überfluteten es zwei Jahrelang in immer neuen Wellen; 1514 war das Jahr desgroßen Bauernkrieges, an dessen Spitze György Dózsastand. Nach der Niederschlagung dieses Aufstandesrächte sich der Adel unbarmherzig an den Bauern. Alsdann ein Jahrzehnt später die Türken eindrangen- sie waren 1456 schon von János Hunyadi, dem Vaterdes späteren Königs Matthias (1458-1490),zurückgeschlagen worden -, standen nicht genügendSoldaten zur Verfügung. Nach der tragischenNiederlage bei Mohács (1526) geriet allmählich mehrals ein Drittel des Landes unter die Herrschaft derTürken. Nach 1686 gelang den vereinten Heeren derchristlichen Nationen die Befreiung. Gleichzeitigerstarkte aber die Macht der Habsburger in ganzUngarn, was zu ständigen Unruhen und Aufständen