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Ungarn, in Ostmitteleuropa liegend, wurde nie von den Stürmen der Geschichte verschont. Hier lebt ein aus den Steppen Asiens hergewandertes Volk, das, obwohl sich nach Westeuropa orientierend, seine eigenen altén Traditionen bewahrte. Endre Ady, der groBe Poet Ungarns, nannte es Fáhrenland", womit er die verbindende Rolle dieses Landes zwischen Ost und West meinte. Diese doppelte Bindung verleiht unserer Kultur auch einen anziehenden Charakter, dem der aufmerksame Reisende auf Schritt und Tritt begegnet. Dieses Büchlein versucht zur...
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Ungarn, in Ostmitteleuropa liegend, wurde nie von den Stürmen der Geschichte verschont. Hier lebt ein aus den Steppen Asiens hergewandertes Volk, das, obwohl sich nach Westeuropa orientierend, seine eigenen altén Traditionen bewahrte. Endre Ady, der groBe Poet Ungarns, nannte es Fáhrenland", womit er die verbindende Rolle dieses Landes zwischen Ost und West meinte. Diese doppelte Bindung verleiht unserer Kultur auch einen anziehenden Charakter, dem der aufmerksame Reisende auf Schritt und Tritt begegnet. Dieses Büchlein versucht zur Entdeckung und zum Verstehen unseres Landes eine Hilfe zu leisten. Zugleich hoffen wir, da8 die Bilder unseren Besuchern die Erinnerungen an unser Land bewahren.Wir möchten uns offenbaren und verstándlich machen - dazu ist es nötig, kurz das Schicksal des hier lebenden Volkes zu skizzieren.Das Karpatenbecken wo unser Volk lebt ist ein groBer Schmelztiegel der Völker, Kreuzpunkt der von Osten nach Westen verlaufenden Wanderwege. Zur Zeit der Völkerwanderung verschwanden alle früheren, hier vorkommenden Völker, nur wir blieben ansáBig, da unsere Vorfahren nach der Landnahme erkannten, daB man hier anders leben muB als in der Steppe. Unsere Ahnen lernten von den hier lebenden Völkergruppen, gingen spáter zum Christentum über und öffneten die Tore nach Európa. Der hl. Stephan unser erster König und Nachkomme des landnehmenden Führers Árpád zivilisierte mit aller Macht das heidnische Ungartum. Er brachte einen starken christlichen Staat mit Kirchen und Stádten zustande. Auch in den spáteren Jahrhunderten war Ungam immer bereit, die europáischen Einflüsse aufzunehmen.Gerade deshalb konnte es gelingen, den Tatarensturm im 13. Jahrhundert zu überleben, nach dem Béla IV. als neuer Staatsgründer das geschundene Land zu neuem Leben erweckte. Er Iieí3 Burgen erbauen, die den Angriffen der nomádén Reitertruppen Widerstand leisteten und lieB die Kraft der Nation, den Adel, in seinen Rechten erstarken.Das blühende mittelalterliche Ungarn das Reich Matthias Corvinus' war durch eine gleichmáBige Entwicklung gekennzeichnet, als an den Grenzen des Landes ein neuer furchtbarer Eroberer stand: der Türké. Es wurde schnell offensichtlich, daB von solch einer Macht die Rede war, gegen die die Kraft der Ungarn zu wenig war, trotzdem war dieses kleine Volk ein anderthalb Jahrhundert der Schutzwall Europas, und verhinderte mit riesigen Blutopfern die weitere Ausdehnung des osmanischen Reiches.Eine normálé Entwicklung konnte erst nach dem Rákóczi-Freiheitskampf gegen die Habsburger ihren Verlauf nehmen. Zu dieser Zeit blühte in Ungarn der Barock. Die Verordnungen Maria Theresias zugunsten der Bauern jedoch fanden beim ungarischen Adel kein Verstándnis, da in ihren Augen die nationale Sache darunter litt, wenn von Wien aus ihre schon zu dieser Zeit die Entwicklung bremsenden Vorrechte beseitigt werden. Die aufklárerischen MaBnahmen Joseph II. betrachtete diese Schicht als Angriff. Lajos Kossuth, der groBe ungarische Politiker, erkannte die Realitáten der Zeit, und wollte die Reformen mit Hilfe des Adels verwirklichen. Es gelang ihm, so groBe Kráfte zu mobilisieren, daB Habsburger unfáhig gewesen wáren, den Freiheitskampf von 1848 niederzuschlagen, hátten sie nicht den damals reaktionársten Herrscher Europas, den Zar RuBlands, zu Hilfe gerufen. In der zweiten Hálfte des vorigen Jahrhunderts schloB sich Ungarn unter der Regierung Franz Joseph I. mit groBen Schritten dem europáischen Fortschritt an. Diese Entwicklung wurde nur von den zwei Weltkriegen unterbrochen.Seit der Befreiung 1945 gestaltet sich, inmitten vieler Hindernisse und Schwierigkeiten, die neueste Geschichte Ungarns. Als aktueller Teil hat sich unsere Reformpolitik schon viele Anhánger erworben. Aber ob wir auf dem richtigen Weg sind, wird erst die Zukunft entscheiden.lm Zeichen dieser Gedanken wünschen wir jedem Besucher schöne und lehrreiche Erlebnisse, schöne Ausflüge und angenehme Unterhaltung. Machen Sie sich mit der guten ungarischen Küche bekannt, baden Sie im weichen Wasser des Balatons und spazieren Sie in unseren an Wild reichen Wáldern und bei Gelegenheit erheben Sie Ihr Glas mit gutem ungarischen Wein auf unser aller Wohl.

Termékadatok

Cím: Ungarn/Hungary [antikvár]
Szerző: Gabriella D. Szvoboda Szvoboda D. Gabriella
Kiadó: Fine Arts Publishing House
Kötés: Ragasztott papírkötés
ISBN: 9633364906
Méret: 140 mm x 200 mm
Gabriella D. Szvoboda művei
Szvoboda D. Gabriella művei
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