Bővebb ismertető
Dieses Buch vereinigt eine Auswahl persönlich gesehener Bilder von Kunstwerken aus der Ostmark. Eine Auswahl ist es nur, aber eine Auslese, die im Teil das Ganzé begreift. Sie soll nicht so sehr Wissen vermitteln, als vielmehr das Herz ansprechen und erfreuen. Die Kunst der Ostmark ist gekennzeichnet durch die Grenzlage des Landes und die Blutszugehörigkeit seiner Bewohner. Die Náhe des Ostens und Südens eröffnete williger die Aufnahme fremden Gutes, aber die Grenze des Reiches bewirkte zugleich ein stárkeres Festhalten am Heimischen. Aus der Verschmelzung beider erwuchs eine Kunst voll Anmut und Reichtum, ein wertvoller und funkelnder Edelstein im Kronreif des deutschen Schöpfergeistes. Das Gebiet der Ostmark, auf dem in der Vorzeit lllyrer und Kelten hausten, das spáter dann Römer als Vorwerk ihres gewaltigen Weltreiches gegen den Ansturm vom Norden ausbauten, dieses Gebiet wurde nach Jahrhunderte dauerndem Ringen Besitz der Germanen, als sie den Eintritt in die Weltgeschichte vollzogen. Damit ist das Wesen seiner Kunst als nordischgermanisch bestimmt. Wie es dieses Wesen behauptete, wie es Neues übernahm und verarbeitete, wie es Fremdem unterlag, um sich kraftvoll wieder aufzurichten und mit neuen Mitteln und in neuer Form eindringlich seine Sprache zu sprechen, das verkünden uns die Werke. Der Ablauf dieses Werdens und Wachsens entspricht im allgemeinen jenem der europáischen Kunst; aber er ist im besonderen gekennzeichnet durch den Kampf um die Vorherrschaft zwischen der Seelenhaltung des Nordens - wie sie im Kunstwollen der germanischen Völker - und der des Südens - wie sie in der Kunstauffassung der Mittelmeervölker zum Ausdruck kam. Um die in diesem Bande vereinigten Aufnahmen zu schaffen, hat mein Freund Kruckenhauser jahrelang gearbeitet. Er hat keine körperliche Mühe gescheut und die neuesten technischen Errungenschaften der Lichtbildnerei eingesetzt, um die abgebildeten Kunstwerke dem Beschauer nahezubringen. Oft nimmt er einen Teil für das Ganzé und offenbart an ihm die Kraft der künstlerischen Gestaltung. Immer aber spürt er dem Wesen der Werke nach und versucht es dem Herzen zu erschliefien.