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Vorwort
Mein Abenteuer im Park hat 1981 begonnen. Im Frühling jenes Jahres hatte ich die Arbeit an einem Buch über eine bretonische Insel beendet. Und da der Geruch frischbedruckten Papiers eine höchst angenehme Droge ist, stellte ich bald fest, daß mir nun etwas fehlte. Doch welches Thema bot sich für mein nächstes Buch an? Sozusagen durch Zufall, beim Durchblättern einer Zeitschrift, erregte ein Foto meine Aufmerksamkeit, aufgenommen im Park von Versailles von Robert Doisneau. Auf ihm waren zwei Statuen zu sehen: eine äußerst frivole Venus und eine zweite Figur, die sie mit verstohlenem Blick über eine Hecke hinweg betrachtete.
Diese humorvolle Szene war mir bei meinen Parkspaziergängen im Lauf der Jahre völlig entgangen. Nachdem meine Neugierde einmal geweckt war, ging ich wieder in den Park, doch dieses Mal mit einem Fotoapparat, denn ich rechnete mit weiteren, ebenso amüsanten Entdeckungen. Und tatsächlich fand ich während mehrerer Besuche neben der oben beschriebenen weitere lustige Situationen, die billige Geistreicheleien auf deren Kosten erlaubt hätten. Auch war es leicht, ironische Bemerkungen über den Verfall einiger Statuen zu machen, die, abseits in den Bosketten versteckt, dem Zahn der Zeit und den Späßen der Besucher allzusehr ausgesetzt waren.
Unmerklich - ich weiß nicht wie - hat sich in mir eine Veränderung vollzogen; und so habe ich mich durch die Genien des Parks verzaubern lassen. Dieser Ort, der mir zuerst so barock und nutzlos erschienen war, hat mich in seinen Bann gezogen - nicht als das berühmteste Schloß der Welt, sondern wie jene Tempel, die auch dem Ungläubigen Achtung einflößen. Der letzte Sonnentempel der Menschheit, in dem der Geist einer