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EINLEITUNGDer Fremde, der von Florenz aus der ewigen Stadt zustrebt, hat meist nur dies eine Ziel vor Augen; er achtet kaum auf das dazwischen liegende Land, sobald er die lachenden "luren Toscanas verlassen hat. Wenn er an O r v i e t o vorüber-ährt, erinnert er sich vielleicht, daß diese Stadt einen prächtigen )om hat, aber selten wird er ihn selber besuchen, und noch selener wird er in das Innere des Landes, das sich auf der rechten jeite des Tiber ausdehnt, wandern, wird er das Hauptgebiet der alten Etrusker aufsuchen. Denn dieses Land hat keine großen Städte; es hat nicht den Reiz südlicher Landschaft wie die Gefilde Toscanas; ernst und streng liegt es da. Und wer sucht in einem solchen Lande Stätten der Kunst und Kultur?Gewiß Bologna, Florenz, Siena, auch die Orte des östlichen Imbrien sind reicher an Werken der Kunst und vor allem heiterer; >er wer Italien kennt, wird nicht zweifeln, daß auch das Land der rusker seine Schätze besitzt. Diese kurz zusammenzustellen, 11 unsere Aufgabe sein. Nicht jeder kleine Ort, der irgendeine erkwürdigkeit aufweist, wird dabei berücksichtigt werden, nur me Reihe von Stätten, die historisch und kunsthistorisch wichtig .nd, können herangezogen werden. Anregen soll dies Buch, mal von der großen Heerstraße abzuweichen, auch nach Norden iber die Campagna hinauszudringen und dort Schönheiten zu inden, die unvergänglich sind. Das alte Wort ,,S i c t r a n s i t gloria mundi", das uns ja heute fast überall im zauberischen jüden begleitet, gilt vielleicht nirgend mehr als in Etrurien, wo etzt die meisten Städte nur ein kümmerliches Dasein fristen yd von der Erinnerung an eine größere Vergangenheit zehren. In allen Teilen der Erde gibt es Gebiete, die einst von kraft-en, mächtigen Völkern bewohnt waren und heute öde und ver-ssen daliegen. Sie sanken vor Jahrtausenden, als jene alten ölker ihre Kulturmission erfüllt hatten, in einen Dornröschen-:hlummer und waren verwunschen und vergessen, bis sie von Wissenschaft aus ihrem Schlafe erweckt, nicht ein neues ben begannen, wohl aber erzählen von vergangenen Zeiten .id Menschen, von einer Blüte und Kultur, die uns fremd Schillmann, VHerbo und Orvieto1