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Vom Norischen Eisen zum Steirischen Stahl [antikvár]

K. Tanzer

 
Vom norischen Eisen zum steirischen StahlVon K. T a n z e rKarg streute die Natur ihre Gaben über die grüne Steiermark. Nurmit einer war sie freigebig, mit dem Eisen!Dort, wo sich der Bauer, inmitten schneegekrönter Hochgebirgs-gipfel, auf dürftiger Scholle nur mühsam ernährt, türmt sich die Riesen-pyramide des steirischen Erzberges zum Himmel hinan. Von welcherSeite immer wir diesem Fleckchen Erde zustreben, dem das Land dieBezeichnung Eherne Mark" verdankt, stets überwältigt uns der Blickin die tief in die Berge eingegrabene alte...
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Vom norischen Eisen zum steirischen StahlVon K. T a n z e rKarg streute die Natur ihre Gaben über die grüne Steiermark. Nurmit einer war sie freigebig, mit dem Eisen!Dort, wo sich der Bauer, inmitten schneegekrönter Hochgebirgs-gipfel, auf dürftiger Scholle nur mühsam ernährt, türmt sich die Riesen-pyramide des steirischen Erzberges zum Himmel hinan. Von welcherSeite immer wir diesem Fleckchen Erde zustreben, dem das Land dieBezeichnung Eherne Mark" verdankt, stets überwältigt uns der Blickin die tief in die Berge eingegrabene alte Bergstadt Eisenerz. Mit demErzberg vereinigen sich die benachbarten Nadelwälder und Bergriesenzu einem Rahmen, der durch seine fast erdrückende Nähe und dieMannigfaltigkeit seiner Pracht dem einzigartigen Ortsbild ein ganzunvergleichliches Gepräge verleiht.Weit über 600 Jahre stand das Land im weiten Umkreis des Erz-berges in seinem Segensbereich, Da gabs Leben in den Tälern der Murund Enns! Von altersher trieben ihre wilden Bergwässer die Wasserräderder gewerbefleißigen Talsassen. Überall leuchteten die Schmiedefeuerund pochten lustig die Eisenhämmer. In den dunklen Forsten glostenund dufteten die Kohlenmeiler und jodelten übermütig die Holzknechteund Kohlbauernbuam". Da knallten herausfordernd die Fuhrleute aufder alten Eisenstraße von Leoben nach Steyr ihre Peitschen. In langenZügen schwammen von Hieflau ennsabwärts die eisenbeladenen Flöße zurDonau. Wohlstand lag über dem Land und breitete eine bodenständige,gediegene Kultur über ihm aus.Schon lange ist dieses emsige, schaffensfreudige Leben in den still-gewordenen Tallandschaften zerstört. Nur die stattlichen Häuser derHammermeister erinnern noch an jene Zeiten, da die Menschen wald-frisch, mit kerniger Kraft und zufriedenen Herzen ihrer schweren Arbeitnachgingen.Eine Zahnradbahn führt von Vordernberg nach Eisenerz. Kühnangelegt wie die Semmeringbahn, wetteifert sie aber auch mit Recht mitdieser in bezug auf die Schönheit der von ihr erschlossenen Hochgebirgs-welt. Ihren höchsten Punkt erreicht sie bei 1204 m ü. M., wo einScheiteltunnel den Prebichlpaß (1238 m ü. M.) durchbricht. Nach Ver-lassen desselben breitet sich das entzückende Eisenerzer Talbecken aus.Wohin das Auge schweift, sieht es wildzerklüftete Felsgebilde, massig auf-gerichtete Berge, dunkelgrüne Wälder und Almweiden. Rechts erhebtDeutsches Museum 4/1930

Termékadatok

Cím: Vom Norischen Eisen zum Steirischen Stahl [antikvár]
Szerző: K. Tanzer
Kiadó: VDI-Verlag GmbH
Kötés: Tűzött kötés
Méret: 150 mm x 210 mm
K. Tanzer művei
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