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2. GROSSER WANDTELLER MIT YSEN-BURGER WAPPEN. Gelbliches Steinzeug mit brauner Glasur und farbigen Renaissancemotiven und Ysenburger Wappen in blau-weiß.3. KRATERVASE. Cremefarbener Scherben, leuchtend blauer Fond, weiße Emaillemalerei und goldene Henkel. Maler I. Meyer. H 27,8. Ohne Marke, Prägestempel ZB H. 1892/93. Fabrikbesitz.VorwortMit der Einführung des keramischen Erzeugnisses Steingut" und den ihm eigenen Stil- und Dekorformen ist unmittelbar der Name des englischen Industriellen Josiah Wedgwood (1730-1795) verbunden. Ihm gelang es mit seinem in den 1760er Jahren entwickelten Produkt, das volkstümliche Fayencegeschirr auszuschalten und auch dem edlen Porzellan erfolgreich Konkurrenz zu bieten. Die Materialeigenschaften des Steingutes - es besitzt einen fast weißen bis gelblich-grauen Scherben von relativer Dichte und Festigkeit, der überdies sehr leicht ist und dünn ausformbar - schufen ihm Vorteile gegenüber der weicheren, dick glasierten Fayence. Dies und eine durchsichtige feineGlasur machte das Steingut äußerlich dem begehrten Porzellan ähnlich, zudem war es wesentlich billiger herzustellen. Mit der Steingutfabrikation setzte sich in England, und nach der Wende zum 19. Jahrhundert in zunehmendem Maße auch auf dem Kontinent, die Industrialisierung auf dem Gebiet der keramischen Produktion durch. Mechanisierung bei der Masse-Aufbereitung, bei der Ausformung und beim Auftrag des Dekors (durch Anwendung des Kupferstich-Umdruck-verfahrens) sowie die Verwendung der (im Vergleich zum Holz billigen) Steinkohlefeuerung der Öfen erlaubten die preiswerte Massenfabrikation. Damit wurde das Steingut für breite Schichten erschwinglich und läßt sich, verglichen mit dem letztlich immer noch höfisch orientierten Porzellan, als das für das bürgerliche 19. Jahrhundert typische keramische Gebrauchsmaterial bezeichnen. Mannigfache Geräte des5