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EINFÜHRUNGWarschau eine gewöhnliche Stadt mit alltäglichen Sorgen und Freuden, mit der belebtein Nowy-Swiat-Straße und dem noch kahlen Powisle-Viertel, mit den gedrängten Gäßchen der Altstadt, um die sich Erinnerungen ranken, und mit dem großen, auf Zuwachs" angelegten Defilad-Platz, über den der Wind heult.Irgendwann leistete ich einer Gruppe ausländischer Journalisten Gesellschaft, die Warschau besichtigten. Sie hörten sich die Erklärungen an und äußerten höflich ihre Zustimmung. Als sie nach der Besichtigung der Altstadt, des Stadtteils Muranöw und der Wohnviertel im Norden in die Innenstadt zurückkehrten, kommentierte einer der Gäste mit einer Spur Enttäuschung in der Stimme seine Eindrücke ,,Na ja, eine gewöhnliche Stadt". Ich war ü ber diese Bemerkung verärgert. Heute weiß ich, daß der gleichgültige Kommentar des enttäuschten Gastes die unfreiwillige Bestätigung eines herrlichen Phänomens war: fünfundzwanzig Jahre nach der vollständigen Zerstörung ist Warschau erneut eine gewöhnliche Stadt.Es ist dies eine ungewöhnliche Gewöhnlichkeit" und eine ungewöhnliche Stadt. Sie unterscheidet sich von anderen. Sie hat den Zyklus ihrer Entwicklung doppelt durchlebt. Erstmals im Verlauf der langenMarszalkowska-Straße in HöHa des Saski-Gartens5