Bővebb ismertető
Weimar, im Südwesten der Deutschen Demokratischen Republik, liegt einge-bettet in eine breite Talmulde, die von der llm und ihren Nebengewassern durchflossen wird. Die Stadt umgeben bewaldete Höhen: der Ettersberg im Norden, das Webicht im Osten und der Berkaer Forst im Síiden. Sehon früh war das Gebiet der heutigen Stadt besiedelt. Die geschützte Lage bot günstige klimatische Verhaltnisse mit reichem Pflanzenwuchs und Wildbe-stand und lieB so ein Zentrum früher Mensdhheitsgeschichte entstehen. Vor etwa 80 000 Jahren lebten in dieser Gegend nur mit primitíven Werkzeugen aus Stein, Knochen und Geweihstangen ausgerüstete Horden, die das GroBwild in Fallgruben fingén, die Beute auf offeném Feuer zubereiteten und unterein-ander aufteilten. Diese Kenntnisse vom Leben in dér Altsteinzeit verd a n ken wir den Kaik- und Travertinvorkommen in Weimar, Taubach und Ehringsdorf. Ein-geschlossen in Ablagerungen kalkhaltigen Wassers überdauerten Zeugnisse die Jahrtausende: Feuersteingerate, angebrannte Tierknochen und menschliche Ske-letteile. Der bedeutendste Fund wurde am 21. September 1925 im Steinbruch bei Ehringsdorf gemacht: der Schadel einer 20- bis 30jahrigen Frau, zwar zer-trümmert, doch in Brudistücken fast vollstandig erhalten. Diese Ausgrabung ging in die Stammesgeschichte der Menschheit ein.Auch in der Zeit von etwa 50 000 bis 10 000 v. u. Z. war das Thüringer Becken verhaltnismaBig stark besiedelt. Hier fanden Jager und Sammler Schutz vor den eisigen Nordwinden und reiche Beute in den dichten Waldern. Weittragende Waffen, wie Pfeii und Bogén, ermögliditen eine höhere Jagdausbeute, die eine grÖBere SeBhaftigkeit der Menschen gestattete. Vor allém aus der Zeit, in der die Eismassen begannen, sich wieder nach Norden zurüdczuziehen, konnten Resté zahlreicher Niederlassungen und Wohnhöhlen aufgefunden werden. Auch in der Folgezeit war die Weimarer Gegend durchgehend besiedelt. Die Jager und Sammler der mittleren Steinzeit (etwa 10 000 bis 5000 v. u. Z.) hatte n Rastplatze am Südhang des Ettersberges. lm heutigen Stadtgebiet lieBen sich wahrend der jüngeren Steinzeit und der Stein-Kupfer-Zeit (etwa 5000 bis 1800 v. u. Z.) bandkeramische Feldbauern und schnurkeramische Kriegerhirten nieder. Ihre SeBhaftigkeit ermöglichte die Herstellung kunstvoll verzierter Kera-miken. Als alteste Feldbauern und Viehhalter Thüringens bauten sie Gerste, Emmer und Einkorn an und züchteten Rinder, Schafe, Ziegen, Schweine, Pferde und Hunde.In den nachfolgenden Jahrhunderten gewann der Weimarer Raum standig an Bedeutung. Das beweisen reiche Funde aus der Bronzezeit (etwa 1800 bis 800 v. u. Z.) und der alteren Eisenzeit (etwa 800 bis 450 v. u. Z.). In dieser Periode wurde der von Rindern gezogene Pflug eingeführt und es bildeten sich spezialisierte Handwerker heraus.Gegen Mitte des letzten Jahrtausends vor unserer Zeitrechnung gelang es den Kelten, bis in das Thüringer Becken vorzudringen. Hier kam es zu Kontaktén mit den aus Norden einströmenden Germanen, die ihren Herrschaftsbereich ausdehnen konnten. So entstand ein máchtiges Stammesgebiet, das um 400