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Die Sieben WeltwunderDas andere Wunder der Welt seynd die Pyramiden in Egypten / und darunter insonderheit die noch übrige drey / von den Türken und Arabern BERGE PHARAONIS genannt Ihre Grundveste Bau-Art (weil sie in Gestalt einer Flamme oben zusammen gespitzet ist / und daher / wie einige meinen / von Pyros, oder Feuer / den Namen entlehnet) hat vor allen andern Gebäuden diesen Vorteil behalten / daß ihr schon zu Diodori das ist / Augusti Zeiten (das bedeutet die Zeitspanne zwischen dem 1. Jh. v. u. Z. und dem 1. Jh., d. A.) über tausend Jahr gestandener: biß auf den heutigen Tag überbliebener Bau die Zeit selber überwunden, so gar / daß auch Ihre Ge-dächtnus nicht einmal vermocht / so immerwährend / als sie selber / zu verbleiben.Mit diesen Sätzen beginnt der bekannte Barockarchitekt J. B. Fischer von Erlach die Beschreibung der Pyramidenabbildung, die er für seinen Entwürff einer historischen Architektur. In Abbildung unterschiedener berühmter Gebäude des Alterthums und fremder Völker im Jahre 1721 gezeichnet hatte und als Stich vervielfältigen ließ. Seine Historische Architektur geht zwar weit über die Weltwunder des Altertums hinaus, widmet ihnen aber den Anfang der Schrift.Sowohl Fischer von Erlachs Beschreibung seiner Stiche wie diese selbst zeugen von dem großen Interesse, das zu seiner Zeit den berühmten Bauten des Altertums entgegengebracht wurde. Gerade die Pyramiden begeisterten Weltreisende und Architekten gleichermaßen wegen ihrer Größe und Gestalt sowie - und dies wohl vor allem - wegen des Zwecks ihrer Errichtung, der auch noch Fischer