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DAS WERDENFELSER LAND
Im Goldenen Landl
Unserem Jahrhundert blieb es vorbehalten, Garmisch und Partenkirchen zu einer Gemeinde zusammenzuschmelzen und zu dem zu machen, was es heute ist: das Herz des Werdenfelser Landes.
Jahrhundertelang haben die beiden Ortschaften ein voneinander getrenntes, unbeachtetes und recht bescheidenes Eigenleben geführt. Der von dichten Wäldern umschlossene Talboden war von den Anschwemmungen der Bergwasser meist versumpft, er gab nicht viel her. Feld- und Früchtebau war kaum möglich, auch Viehhaltung nur in beschränktem Maße. So zählte 1348 Partenkirchen nur 320 Einwohner, Garmisch gar nur deren 77.
Partenkirchen an der seit Römerzeiten Nord und Süd verbindenden Straße kam im Mittelalter zu einigem Wohlstand. Als der Handelsverkehr auf dieser Straße sich belebte und in der Zeit der >Rott< seinen Höhepunkt erreichte, wurde es >Rottstation< und von Kaiser Karliv. 1361 zum Markt erhoben — der Wohlstand mehrte sich und ließ die Zeitgenossen den Begriff vom >Goldenen Landl< prägen.
Garmisch aber blieb etwas abseits hegen. Heute hat es freilich seiner Schwester Partenkirchen den Rang abgelaufen. Beide Orte gehen fast unmerklich ineinander über, wobei Garmisch mit den Neubauten seiner Hotels, Geschäfts- und Vergnügungszentren der Mittelpunkt des Fremdenverkehrs geworden ist, während Partenkirchen mit seinen über mächtigen Gewölben stehenden, auf die