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DIE STADT IN DER LANDSCHAFTWer von Halberstadt her sich dem Harz nähert, kann schon von weitem das malerisch gelegene Wernigerode am Nordrande des Gebirges erkennen. Zwei breite Täler münden hier rechtwinklig ineinander: das Hoitemmetal mit dem Stadtteil Hasserode und das Zillierbachtal mit dem Stadtteil Nöschen-rode. Auf hohem Bergkegel steht das Schloß und gibt dem ganzen Bild von Osten her den Abschluß. Südlich der Stadt steigen, von dunklen Fichten gekrönt, die Berge an, und nach Westen erhebt sich über der Harzhochfläche der Hochharz mit dem Brocken und dem Hohne-Zeterklippen-Kamm.Alle Städte den Harz hinauf, den Harz hinab haben ihre Schätze und Kostbarkeiten; keine ist so reich und so bunt wie Wernigerode", so ist Wernigerode von Hermann Löns gepriesen worden. Die bunte Stadt am Harz" hat er sie genannt. Und bunt ist sie auch heute noch. In den Straßen flutet das Leben. Autobusse aus nah und fern durchfahren die Stadt und streben den Bergen zu. Die Gäste der vielen Erholungsheime des FDGB, die Urlauber des Reisebüros der DDR, die vielen Touristen aus dem In- und Ausland, Wandergruppen aus den Jugendherbergen und den Ferienlagern beleben die Straßen und Anlagen der Stadt. Wie frohbewegt ist allein das Bild des Marktplatzes an den Markttagen! Vor dem stolzen Rathaus um den plätschernden Brunnen herum sind die Stände heimischer Gärtnereien mit einer unendlichen Fülle bunter Blumen aufgebaut. Auf langen Tischen liegen Obst und Gemüse aus.Die Stadt bietet viel Sehenswertes. Da sind die bunten Fachwerkhäuser, kleine und zierliche, große und breite, mit Blumenkästen vor den Fenstern. Alle tragen die Merkmale einer vergangenen Zeit. Die großen Kaufmannshäuser stehen in den Hauptstraßen, die kleinen Häuser der Handwerker und Büdner" in den Seitengassen (die Häuser der Tagelöhner hatten drei Fcnsterachsen und hießen Buden", ihre Besitzer Büdner"). In der Neustadt erkennt man die Höfe der Acker-