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Helden und Könige, haltet Abstand!Mortality, behold and fear,what a change of flesh is here!Think how many royal honesSleep within these heaps of stones;Here's an acre sown indeedWith the richest royallest seedThat the earth did e'er suck inSince the first man died for sin (Francis Beaumont, On the Tombs in WestminsterAbbey)Dieses Gedicht widmete der elisabethanische Schauspieldichtet Beaumont der Abbey, in der er selbst später begraben werden soUte. Es ist vielleicht das denkwürdigste, das je über sie geschrieben wurde, und zeichnet ein Bild der Abbey als königliche Grablege, als Zeichen des Fortdauerns der Institutionen und gleichzeitig als Memento Mori. Aber die volle Bedeutung des Nationalheüigtums erscheint im Rückblick auf tausend Jahre, wenn man noch andere Umstände berücksichtigt: die Investitur der Könige und den Ruhm berühmter Männer. Sie verkörperten das geistige Leben des Landes und wurden durch ihre Gräber gerechtfertigt. Unter diesem Gesichtspunkt erscheint die Abbey als Angelpunkt, als wahrhaftiger Mikrokosmos, zu dessen Verständnis feierliche Rhetorik allein nicht ausreicht. Dazu muß man dem Lauf der Geschichte folgen, die dort oft dramatische Gestalt angenommen hat.Westminster Abbey entstand in einer recht kritischen Zeit der englischen Geschichte, in der sich zahlreiche Ereignisse überlagerten, aber vongefälligen Legenden verschönt wurden. Der Bau eines Benediktinerklosters mit zugehöriger großer Kirche wurde vom englischen König Eduard dem Bekenner beschlossen, der 1042 nach seinem Exil den Thron bestieg, obwohl ihm die Aufstände der großen Feudalherren und außerdem Schottlands ständig Schwierigkeiten bereiteten, Eduard plante, einen neuen und außergewöhnlichen Bau errichten zu lassen, und wählte zu diesem Zweck einen zentralen Ort mit präziser politischer Bedeutung, in nächster Nähe zu seiner Residenz: Die Insel, die die Angelsachsen Thorney genannt hatten, zwischen Sümpfen und kleinen Wasserläufen, die in die Themse mündeten,besaß schon im Mittelalter eine gewissermaßen institutionelle Funktion gegenüber dem kaufmännischen London. Als Verehrer des Hl.Petrus ließ der König die Abbey auf den Überresten einer Kirche errichten, die dem Apostel geweiht war: die Arbeiten erstrecken sich über mindestens 15 Jahr. Am 28, Dezember 1065 wurde die Abbey geweiht. Der kranke König nahm nicht am Festakt teü und starb am 5. Januar 1066: Eduard hatte sich selbst ein Grabmal errichtet, das im wechselvoüen Lauf der Jahrhunderte Gegenstand der Verehrung werden sollte.Die Überlieferung machte Eduard zum Beispiel eines frommen, heiligen Mannes. Dafür gibt es in Wahrheit keine Beweise. Es handelte sich zumindest um kluge Legenden, die später Abt Osbert zu seinen Gunsten nutzte und von Heinrich I. für die Kanonisation Eduards des Bekenners 1161 angeführt wurden. Die historische Realität zeigt Eduard allenfalls in der RoUe eines