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durch Jahrhundertc die tadi der glanzvolle Reside, WHabsburgerkai; Maditzentrale de! ligen Römische, dies, ist erfüllt V -agischer alten Europa. Seine großartigen Symbole, Kirchen und Klöster, Schlösser und Paläste, Archive und Bibliotheken, Denkmäler und Friedhöfe, entfalten in wunderbarer Weise den „Reiz des Einst" (Hermann Broch), sie erzählen von der versunkenen feudalen Lebenswelt des habsburgischen Hofes und dokumentieren gleichzeitig eindrucksvoll die reichcn kulturellen Traditionen eines aufstrebenden Bürgertums. Begünstigt durch seine Lage am Schnittpunkt von Orient und Okzident, ist Wien zu einem einzigartigen Hort europäischer Kultur geworden: eben weil es sich in „Heimat" verwandelte für viele, die aus der Fremde kamen und hier ihre unvergänglichen Werke schufen. Wien, nach Osten in die weite Ebene blickend, konnte nur Wien werden, weil es sie alle willkommen hieß; jüdische Einwanderer und böhmische Ziegelarbeiter, flandrische Tuchmacher und kroatische Wanderhändler. Wien gab und empfing Impulse, zusammen schuf man jene viel beschworene, magisch-heimelige „Welt von Gestern", die Stefan Zweig schon untergegangen glaubte, die hier aber noch immer auf zauberhafte Weise lebendig ist; Sie umfängt den Besucher in den schattigen Gartenalleen von Schönbrunn und im mystischen Dämmerlicht des altehrwürdigen Stephansdoms, sie verströmt ihr sanftes Wohlbehagen beim rebenumrankten Heurigen, erklingt leise in den stillen Gässchen und Winkeln der Altstadt. Wer sich Zeit nimmt, die gläserne Wand hektischen Großstadttrubels zu durchschreiten, die Augen zu öffnen für Schönes und Urtümliches, für Verborgenes und Berührendes, für die vielfältigen Zeichen der Vergangenheit, mag tatsächlich jenes unverwechselbare und liebenswerte, das eigentliche Wien entdeclen. Wien - das war schon immer eine Stadt von magischem Klang, dessen Strahlkraft weit über Habsburg! die Grenz, reichte: Vc zählte mal Grenzposti Osteuropas; Wien war der Bewunderung: „, Donau hinauf nach Wi nach Europa", berichtet Elia Kindheitserinnerungen Die der in der fernen bulgarisch, schuk aufwächst, erlebt, wii Burgtheater schwärmt Wiener Ärzten, wie u die Lektüre der Neueji Freien Presse, die Ze aus Wien, ist. Wien ist die Stadt, von der man träumt und in die man einst einmal ziehen will, ist der Inbegriff der Kulturmetropole schlechthin, die gefeierte Musik- und Theaterstadt Mitteleuropas. Auch wenn der „schwarzgelbe Kulturkreis" (Ernst Trost) in zwei Weltkriegen zusammengebrochen ist - das moderne Wien hat das Erbe der kakanischen Hauptstadt mit Würde angetreten, sich jene Eigenschaften bewahrt, für die diese einst gerühmt wurde: Toleranz für den Andersdenkenden, die ehrlidie Bereitschaft zum Dialog mit dem Fremden; Großzügigkeit und Kreativität, darüber liegend ein zarter Hauch von Melancholie und Fatalismus. Wie kaum eine andere Gegenstand von Dichtunj kraftvoller Symbiose zählte und d; faktische Wien zu e banen Kosmos: „Wi nierenden Legenden die Legenden überh; Wien funktioniert" lie, d; Stadt ist Wien zum und Poesie geworden, erbinden sich das er-imaginierte und das lem unverwechselbaren ur-1 ist die Stadt der funktio-Böswillige behaupten, dass ipt das einzige seien, was in schrieb einmal FriedrichTorberg und führte dann aus, was gemeint war: „In Wien nämlich verhält sich's nicht so, dass die Realität eines Tatbestands allmählich verblasst und legendär wird. In Wien enrwidelt sich die Legende zur Wirklichkeit. Als die Wiener einander beim Heurigen lang genug vorgesungen hatten, wie gemütlich sie seien, konnten sie sich nicht mehr Lügen strafen und wurden gemütlich" - sdiarf-sinnig und ein bisschen polemisch bringt Torberg mit diesem Beispiel ein Phänomen auf den Punkt, das zwar auch für andere große Städte, für Wien aber in ganz besonderem Maße gilt; Legenden und Mythen haben hier ungleich größere Wirkkraft gewonnen als anderswo, sie sind Teil geworden dieser grandiosen Stadtlandschaft und verändern sie, hüllen die alte Habsburgermetropole ein mit zauberhaft-sanftem Licht und verleihen ihr jene unwirklich-märchenhaften Konturen, die Besucher aus aller Welt in ihren Bann ziehen. Torberg hat Recht; Es ist der Mythos dieser Stadt, der Wien so einzigartig macht, der ihren Charakter bestimmt und für immer eingegangen ist in ihre Wirklichkeit. Wien hat Poesie, weil hier tatsächlich die Legenden „funktionieren", weil hier jene andere noch Welt präsent ist, die anderswo erstickte an der nüchternen Macht des Faktischen und die Schutz bietet gegen jenes „ungeheure Verlassensein des Menschen in einer Wüste von Einzelheiten" (Robert Musil), die in modernen Großstädten so häufig anzutreffen ist. Fantasien und Träume, Sagen und Erinnerungen verleihen den Plätzen und Straßen Wiens, seinen Kirchen und Palästen, Schlössern und Parks ein seltsames Leben: Vergangenheit und Gegenwart fließen ineinander, beinahe körperlich spürbar wird die unvergleichliche metaphysische Dimension dieses Gedächtnisraums, der Kontinuität und Ganzheit des Lebens verspricht und damit in uns tief verborgene Saiten erzittern lässt. Längst ist daher die Erinncrungslandschaft Wien zu einem unschätzbaren Wert an sich geworden: ein singulares kulturelles Kapital, das es zu beschützen und zu bewahren gilt. Oben: Fiaker am Midiaclerpl; Vorhergehende Doppelseite: C z: Erinnerungen : Stadt, von der r nd der „Reiz des Einst" (Hermann Brodi) verleihen den Straßen und Plätzen Wiens ein seltsames Leben, an träumt: Ausblidte vom Lcopoldsbcrg auf die „große und weite Wiener Welt". Rechte Seile oben: Gelegen am Schnittpunkt von Orient und Okzident: