Bővebb ismertető
In seinem Gedicht Blick von oben" sagt Anton Wildgans: OA, wie stillt es die Brust, auf Bergeshöhe stehn Und den Schimmer der Sonne auf den Rücken der Vögel Und auf den grünen Vliesen gedrangter Wipfel sehn" Dieses beglückende Hochgefühl eines Blickes von oben bewegt nicht nur den Touristen, sondern auch den Betrachter der Stadte, wenn er von einem erhöhten Standpunkt aus die verschiedenfarbigen Vliesen der dichtgedrángten Hausdácher zu seinen FüBen ausgebreitet sieht. Die seit dem XVII. Jahrhundert immer beliebter gewordenen, perspektivischen Stadtpláne ermöglichten dem Stadtbewohner vergangener Jahrhunderte einen Blick von oben. Bei einer Kunstauktion in Wien gelangte jüngst eine in den Jahren 1769 bis 1776 verfertigte Vogelschau der Stadt Wien samt ihren Vorstádten, gezeichnet von Joseph Dániel von Huber, zur Versteigerung. Es war interessant, zu beobachten, mit welchem Eifer und mit welcher Erregung die Wiener diesen Monumentalplan betrachteten. Eine wahre Entdeckerlust hatte sich an ihm entzündet! Fast jeder suchte vor allém seine eigene Behausung darin aufzuspüren. Ausrufe wie Ja, das ist ja heute noch genauso wie damals" oder Wie schade, daB das nicht mehr existiert" waren zu hören. Von mehr als einer Seite, die von meinem Interesse um die Entwicklung des Wiener Stadtbildes wuBte, wurde ich auf dieses Ausstellungsstück aufmerksam gemacht. Solch freundliches Bemühen entlockte mir nur ein Schmunzeln! Denn ich kannte dieses topographische Standardwerk seit langem. Hatte ich doch gerade ihm einen GroBteil meines heimatkundlichen Wissens zu danken. Ist doch die Sinnfálligkeit einer perspektivischen Ansicht für den Topographen durch nichts zu ersetzen! Schon Goethe hat einmal erklárt, man könne eine Stadt nur dann wirklich kennenlernen, wenn man sie von oben aus betrachte. Wieviel SchweiB und Mühe