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Aus fernen ZeitenNach sagenhaft klingender Überlieferung beginnt die Geschichte Wismars in der Nähe des Baches, der vom Mühlenteich in den Hafen fließt. An diesem Wässerchen - die gelehrten Herren sprachen von der aqua Wissemara" soll sich, lange bevor die Wismarer 1229 zum erstenmal urkundlich genannt werden, ein Ort des Wisimir befunden haben. Dies ist aber nicht wissenschaftlich erwiesen^ Die Historiker stellten vielmehr fest, daß sich Wismar nicht aus einem Dorf entwickelte, sondern auf drei Hügeln planmäßig angelegt wurde, wobei Lübeck Pate stand. Es ist auch anzunehmen, daß zur Zeit, als die erwähnte Urkunde besiegelt wurde, schon ein gutes Stück der künftigen Stadt stand, vom Volksmund to de Wissemar" genannt. Lange vor dem Dreißigjährigen Krieg wurde der Versuch gedacht, Salzschiffe von der Elbe durch den Störkanal, den Schweriner See und den Wallensteingraben, dessen letztes Ende die Wismar Aa" genannt wurde, in die See zu leiten. Veranlassung hierzu mögen die Lübecker gegeben haben, denn seit sich ihre Stadt im 14. Jahrhundert mit dem Stecknitzkanal eine Wasserstraße zwischen Elbe und Lübecker Bucht geschaffen hatte, stellte sich für die Mecklenburger der Bau eines eigenen Kanalsystems, das Dömitz mit Wismar verbinden sollte, als zwingende Notwendigkeit heraus, wollten sie nicht ihren Anteil am lüneburgischen Salzhandel verlieren, in dem Wismar bisher Vermittler war. So nahmen sich die mecklenburgischen Herzöge der Sache an und veranlaßfcen die Erweiterung der Wasserrinne zwischen dem Schweriner See und der Wismarer Bucht. Diese Anlagen verfielen jedoch während des Dreißigjährigen Krieges wieder. Wallenstein wollte den Graben neu regulieren lassen, hat den Plan aber nicht ausgeführt, und bis heute wurde an