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Die Lausitz und das Wasser.Wer das mit Betonung sagt, dem ist Einspruch sicher. Wozu der Aufwand, könnte er zum Beispiel heißen, als ob das eine nicht für's andere stände. Sähe doch der erste Blick, was der Name der Landschaft bedeute: Sumpfland - analog dem sorbischen Luzica. Ein Narr also, der in solche Gegend Wasser tragen wolle. Und sei es auch nur mit Hilfe eines Bindewortes.Das lassen wir unkommentiert. Wir wagen einen zweiten Blick. Wenn auch nicht gleich in das Land selber, so doch auf das Bild, das sich die Historiker und Geografen von ihm gemacht haben. Noch wissen wir nicht, daß wir vom Regen in die Traufe kommen werden. Wir sehen das dunkle und das helle Grün, das sich von Ost nach West erstreckt. Die in dieser Blickrichtung liegenden Grenzen des Territoriums sind historischer Natur. Anders im Süden und im Norden. Nachdrückliches Braun meint das Lausitzer Gebirge, eine schüchtern graue Lasur den gleichnamigen Grenzwall. Womit angedeutet wäre, daß auch die Natur ihr Wörtchen mitzureden' hat. Ereignisse von kontinentalem Ausmaß haben vor allem die Mitte geprägt. Vor rund 400000 und 100000 Jahren schmolzen die ungeheuren Blöcke des Inlandeises, das sich einmal bis an den Rand des Gebirges und ein anderes Mal bis ins vorgelagerte Hügelland erstreckte, zusammen. Das Tauwasser - was für ein trauliches Wort für das Elementare des Vorgangs - floß in mächtigen Strömen von Ost nach West, das Gefalle im