Bővebb ismertető
EIN KURZES PORTRÁTlm Hinblick auf ihre Lage ist Zagreb eine interessante Stadt: am südöstlichen Rande Mitteleuropas gelegen, hat sie mit der Zeit die Merkmale einer ausgesprochen mitteleuropáischen Stadt erhalten und behalten, wobei sich die Náhe der Balkan-Halbinsel, sowie der Einflufi des adriatisch-mediterranischen Gebietes kaum bemerkbar machten. Diesen geopolitischen und urbanistischen Kennzeichen kann man hinzufügen, daft Zagreb sehr schön liegt und eine anmutige Umgebung hat.Zagreb liegt unterhalb des Berges Medvednica, der es im Norden vor kalten Winden schützt. Der Medvednica, wie auch die mittelalterliche Stadt Medvedgrad an einem ihrer Abhánge und der naheliegende Bach Medvescak, bekamen ihren Namen nach dem Bár, wohl dem meisterverbreiteten Tier, das die Kroaten vorfanden, als sie sich am Fufíe dieses Berges niederliefíen. Bárén gibt es dort schon seit langem nicht mehr, jetzt werden die Bergwiesen und dichten Laubwálder von Rehen, Hasén und Singvögeln bevölkert. Der Gipfel Sljeme (1035 m über dem Meeresspiegel) ist ein beliebtes Ausflugsziel vieler Zagreber. Dort befindet sich der Fernseh- und Aussichtsturm, von dem sich bei klarem Wetter ein grofíar-tiger Ausblick bietet: gegen Süden auf Zagreb und die Save-Ebene, und gegen Norden auf das malerische Bergland Kroatisch-Zagorien mit dem Bergen Ivancica und Strahinjcica zu. Bei schönem Wetter sieht man im Nordwesten die Kamniker Alpen und manchmal auch die entfernteren Alpengipfel. Auf den Gipfel Sljeme führt eine Seilbahn, deren Abfahrtsstation sich bei dem Dorf Dőlje bei Gracani befindet. Der Medvednica (manchmal auch unrichtig Zagrebacka gora" oder Sljeme" genannt) ist eine über 24 km lange Bergkette, die sich von Südwest (etwa von Podsused) nach Nordost (ungefáhr bis Zelina) erstreckt. Diese Bergkette und die darunter liegenden Landstrafíen wurden einst von Festungen (Burgen) verteidigt - im westlichen Teil war es Susedgrad (die Ruinen bei Podsused), im mittleren Teil Medvedgrad, grofí und prachtvoll, mit einer romanisch-gotischen Kapelle, und im Nordosten war es Zelingrad (Ruinen im Wald unweit von Zelina).Der Bergkette Medvednica entspringen zehn Báche, die in Richtung Süden fliefíen und in die Save münden. Das Ganzé nördlich des Flusses liegende Gebiet von Zagreb wird von ihnen durchzogen. Leider hat Zagreb schon vor hundert Jahren angefangen, diesen Schmuck zu verlieren, da die Báche überwölbt und als Abwasserkanále benutzt wurden. Heute ist nur noch hier und da ein offenes Bachbett zu sehen, im westlichen Stadteil (Vrabecak, Kustosak, Crnomerec), im östlichen (Bliznec, Stefanovec, Culinec, Trnava) oder in nördlichen Teilen (Kuniscak, Jelenovec, Medvescak).Der Flufí Save flofi seit Jahrhunderten südlich der Stadt, in ziemlicher Entfernung. Da sich die Stadt in der Richtung von Ost nach West ausbreitete, ist diese Entfernung im 19. und 20. Jahrhundert, bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges, gleich geblieben. Bei Zagreb beginnt der Unterlauf des Flusses; bis zum Ersten Weltkrieg war die Save rein (von Dichtern wurde sie die silberscháumende" genannt). Das Wasser an ihren romantischen Ufern, die ein Motiv vieler Maler gewesen sind (Ferdo Kovacevic u.a.), trübte sich, als die Bergwerke bei Trbovlje in Betrieb genommen wurden. In der Vergangenheit trat die Save háufig über ihre niedrigen Ufer. Flufíarme bildeten sich und grofíe Mengen von Sand wurden angeschwemmt, so dafi das einst flache Uferland stándigen Wechsel unterzogen war. Heute ist die Flufiregelung im Stadt-gebiet abgeschlossen.Nach der Befreiung 1945 wurde die Save mit dem Aufbau vom Neuen Zagreb in den Stadtorganismus eingeschlossen. Die Brücken über die Save verbinden südliche und nördliche Stadtteile. Von West nach Ost folgen: Die Podsusedbrücke, die Jankomirbrücke, die Adriabrücke, die alte Savebrücke, die Eisen-bahnbrücke, die Freiheitsbrücke und die Jugendbrücke. Südöstlich erstreckt sich die fruchtbare Ebene von Turopolje, die einst von dichten Eichenwáldern bedeckt war. Diese Ebene bewohnten einst wilde Tur-Rinder, nach denen Turopolje auch benannt wurde. Heute ist Turopolje durch den Zagreber Flughafen Pleso bekannt, der unweit von Velika Gorica, dem Hauptort von Turopolje, liegt.Zagreb hat ein gemáfíigtes Klima, da sich auf seinem Gebiet kontinental-pannonische und sanfte medi-terranische Einflüsse vermischen. Der Winter ist nicht besonders kait, aber es fehlt auch nicht an Schnee, und der Sommer ist warm. Der Frühling und der Herbst bringen auch regnerische Tage, doch es kann auch sehr sonnig sein. Eigentlich ist der Herbst in Zagreb am schönsten, wenn sich die Wálder des Medvednica und die Gárten und Parkanlagen goldgelb fárben. Dann ist Zagreb auch am belebsten. Nach den Sommerferien beginnt für etwa 200.000 Kinder ein neues Schuljahr und für mehr als 40.000 Studenten aus allén Teilen Kroatiens und aus vielen fremdem Lándern fángt der Unterricht an der Universitát an. Mitte September wird auch die Zagreber Herbstmesse abgehalten, unsere gröftte Ausstellung wirtschaft-licher Errungenschaften und die drittgröíke Ausstellung dieser Art in Európa. Doch Zagreb ist auch zu anderen Jahreszeiten ein Anziehungspunkt. Wáhrend der ganzen Saison finden hier viele kulturelle und wissenschaftliche Veranstaltungen statt (Konzerte, Festivale, Ausstellungen, Kongresse u.a.). Der Sommer ist besonders vom Folklore-Festival geprágt.