Bővebb ismertető
Weimar, dessen Ruf als ein Zentrum der Geistesgeschichte bis in die entlegensten Winkel der Erde drang, ist alljährlich Ziel von rund einer Million Besucher aus allen Teilen der Welt, über Meere und Kontinente zieht sie vor allem der Geist der Klassik und ihrer sozialistischen Rezeption in diese Stadt unsterblichen Ruhms" (Thomas Mann). Zu allen Zeiten des Jahres empfängt sie hier das bewahrte Vermächtnis des Humanismus und das Erleben der immerwährenden Erfüllung und Erneuerung auf der höheren Ebene unserer sozialistischen Gesellschaftsordnung. Wer im Oktober nach Weimar kommt, kann zusätzlich ein Stück Tradition dieses Ortes kennenlernen, sich einfangen lassen von dem Zauber, den schon Goethe als berühmtes Marktfest" lobte und der heute -getragen von unserer breiten sozialistischen Gemeinschaft - lebendiger ist als je zuvor: der Zwiebelmarkt Für Fremde und Einheimische gleichermaßen beeindruckend, wird derjenige, der ihn einmal miterleben konnte, die Bilder nie vergessen: Im Zentrum der Stadt - zwischen Markt, Frauenplan und Theaterplatz -staut sich eine unübersehbare Menschenmenge, gleich der Begrenzung eines sich träge dahinwälzenden Stromes von langen Reihen buntgeschmückter Verkaufsstände eingerahmt. Die siebenhäutige Königin regiert - Zwiebeln, wohin das Auge blickt, gelbe und rote, lose oder in praktischen Säckchen abgepackt, als Krönung schließlich zu kunstvollen Rispen gebunden und diese übereinandergetürmt zu hohen Pyramiden oder aneinandergereiht zu nahrhaften Girlanden. Auch anderes Gemüse ist zu vielfarbigen Bergen geschichtet: rote Rüben und schwarze Rettiche, weißer Blumenkohl und brauner Sellerie, dazu mannigfaltige Gewürze, ein betäubendes Aroma ausströmend und damit beitragend zum einmaligen Fluidum der Stunde. Aus dem Bierzelt dringt das fröhliche Lärmen der festlich gestimmten Menge, nur noch übertönt vom dumpfen Takt der Blasmusik. Lange Schlangen winden sich zu den Bratwurst- und Schaschlikständen, deren Duft verlockend durch die Straßen zieht. Sind dann Durst und Hunger gestillt und die begehrten Zwiebelrispen als Zeichen erfolgreichen Einkaufs gleich Siegerkränzen um die Schulter gelegt, reiht man sich ein in den bunten Reigen der Festveranstaltungen, labt sich nun an den vielseitigen kulturellen Genüssen. Eine ganze Stadt und ihre Gäste feiern. Und während noch das frohe Treiben bis in die Abendstunden anhält, begeben wir uns - frischgestärkt von Zwiebel- und Speckkuchen - auf eine kleine Wanderung durch die Geschichte dieses traditionsreichen Marktfestes, dessen Werden und Wachsen untrennbarer Bestandteil der tausendjährigen Vergangenheit Weimars ist.