Bővebb ismertető
Vorwort, Ii iNoch vor wenigen Jahrzehnten war häufig die Prognose zu hören: Wir leben im Zeitalter des Motors, der Vollmechanisierung und der Automation - das Pferd stirbt aus! Das Pferd ist jedoch geblieben. Im Gegenteil, die Pferdebestände steigen in vielen Ländern nach zeitweiligem starken Rückgang in veränderter Struktur wieder an. Die Ursache ist, daß sich die Funktion des Pferdes in den letzten Jahrzehnten grundsätzlich gewandelt hat. In der Wirtschaft und beim Militär wurde es fast überflüssig. Immer größere Verbreitung findet es aber im Turniersport, in der Freizeitgestaltung und auch im Dienste des Gesundheitswesens. In der DDR kommt die Breitenentwicklung des Pferdesports dank der großzügigen Unterstützung durch unseren Staat mit Riesenschritten voran. Der IV. Verbandstag des Deutschen Pferdesportverbandes der DDR hatte im Jahre 1974 das Ziel gestellt, bis zum Jahre 1978 insgesamt 30000 Kinder, Schüler und Werktätige für den Turniersport mit Pferden zu gewinnen. Aber bereits Ende des Jahres 1975 waren 30267 Mitglieder eingetragen. Deshalb ist im Jahre 1978 mit mindestens 35000 organisierten Pferde-Leistungssportlern zu rechnen. Doch neben dem Leistungssport hat sich eine zweite Säule des Pferdesportes entwickelt die ohne Wettkampfteilnahme und ohne Wettkampfziele doch im Sinne des Freizeit- und Erholungssportes von gleichrangiger, ja, was den Umfang betrifft, von größerer Bedeutung als Wettkampfsport sein muß Im Vordergrund steht dabei die kollektive Ausübung des Pferdesportes " (Aus dem Bericht des Präsidiums des DPV, 4. Tagung Leipzig 1976). Die Anzahl derjenigen, die sich für die zweite, noch sehr junge Säule des Pferdesportes entschieden haben, beträgt heute schon in der DDR weit über 100000 (einhunderttausend) Reit- und Fahrtouristen.Im Buch sollen deshalb vor allem Bürger Rat und Hilfe finden, die sich für diese Art der Betätigung mit Pferden entschieden haben: als Züchter, Halter oder Ausbilder der Tiere, als Lehrer für die Reit- und Fahrschüler oder als Erholung- und Entspannungssuchender.Die Grundgedanken sind:-der Umgang mit Tieren, die unmittelbare Wechselwirkung im Verhältnis Mensch-Tier, ist etwas ganz anderes als der Umgang mit technischen Geräten. Das erfordert von allen beteiligten Personen Kenntnisse in diesem Metier bis ins kleinste Detail. Nicht nur das Wie", auch das Warum" ist wichtig.-da alle lernen möchten (und müssen), vom Urlaubsreiter aus der Großstadt bis zum Mitarbeiter der LPG (auch nach zigjähriger Erfahrung im Umgang mit Arbeitspferden), vom Schulkind bis zum Altersrentner, ist in einfacher und verständlicher Weise geschildert, was in diesem oder jenen Falle zu tun ist.manche Pferdefreunde haben den Wunsch, selbst ein Pferd zu besitzen. Doch davon ist in den meisten Fällen abzuraten. Das gründliche Studium der Kapitel II, VII bis IX, XX und XXI wird sicher überzeugen, zumal sich die gesuchte Freude, Erholung und Entspannung auf viel leichtere Art gewinnen läßt.die öffentlichen Einrichtungen für den Freizeit- und Erholungssport mit Pferden sind bei uns in der DDR recht mannigfaltig. Sie sind bei Reit- und Fahrsektionen des DPV, an VE Gestüten, in rasch steigender Anzahl bei LPG, aber auch schon an polytechnischen Oberschulen vorhanden (z.B. Fotos S.99 außerschulischer Unterricht in Altreetz). Im Anhang sind solche Eiru-ichtungen aus allen Bezirken der DDR genannt.alle Beteiligten müssen immer die einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen beachten. Sie sind erlassen, um Menschen und Tiere vor Schaden zu bewahren (siehe Anhang).-Pferdesport jeglicher Art ist teuer. Wer heute in den meisten Reittouristikbetrieben für eine Reitstunde 10,-M bezahlt (Kinder zahlen 5,M), sollte auch wissen, daß unsere Gesellschaft noch einmal die zweifache Summe dazulegt, um dem Bürger diese gesundheitsfördernde, aktive Freizeitbetätigung zu ermöglichen. Großzügige Förderung schließt aber auch gleichzeitig die Notwendigkeit rationellster Durchführung ein. Deshalb sind viele neue Wege der Pferdehaltung und Nutzung