Bővebb ismertető
Das Foto als Ausschnitt aus der WirklichkeitDen Reichtum, die Vielfalt unserer Welt und unseres Lebens zu gestalten, ist eine der Hauptaufgaben der Fotografie ebenso wie z.B. der bildenden Künste. Dabei erscheint die Fotografie durch den geringen Aufwand an Apparatur, der bei der Aufnahme notwendig ist, und durch die ihr gegebene Möglichkeit blitzschnellen Zupackens als vornehmlich geeignet für die Gestaltung des bewegten Lebens. Doch selbst wenn ein Foto Abertausende von Menschen auf einmal zeigt oder wenn wir ein Super-Weitwinkelobjektiv einsetzen würden, das doch zumindest theoretisch all das abbilden könnte, was in unserer Umgebung vorgeht - selbst dann wäre es nicht möglich, das vielfältige Geschehen, so wie es sich den Augen und der Kamera darbietet, im Bild zu bannen. Irgendwo liegt zwangsläufig die Begrenzung, die Totalität erscheint immer in einem Ausschnitt.Daß dabei jede Dimension der Wirklichkeit, sogar die Zeit, dem Betrachter wie dem Fotografen ihre eigenen Ausschnitte anbietet, scheint die Angelegenheit zunächst noch mehr zu verwirren, liegt aber in der Natur der Sache begründet. Unsere Augen haben schließlich auch nur einen begrenzten Gesichtswinkel. Wir können nicht gleichzeitig alles sehen, was sich um uns herum abspielt. Fotografieren aber schon gar nicht, denn die Konstruktionsmerkmale der Objektive, gegebene Filmformate und andere technische Bedingtheiten setzen hier noch engere Grenzen. Das ganze Leben lang sieht der Mensch nur Ausschnitte aus seiner Umwelt, die sich mit dem Wechsel der Standpunkte und Blickrichtungen ständig ändern. In diesem Kaleidoskop der Ausschnitte spielen aber nicht nur die gewissermaßen lokalen, in den Dimensionen der Höhe und Breite begrenzten Teilstücke der Wirklichkeit eine Rolle.Als weiteres wichtiges Kriterium kommt dazu der Ausschnitt aus der Raumtiefe. Er liegt begründet in dem nicht nur unseren Augen, sondern auch fotografischen Objektiven eigenen Merkmal, verschieden weit entfernte Gegenstände nicht gleichzeitig scharf erfassen zu können. Weiter ist die vierte Dimension, die Zeit, ebenfalls nicht in ihrer Totalität erfaßbar. Denn immer wenn wir irgendein Geschehen erblicken, hat es doch bereits vorher begonnen, wird es sich danach fortsetzen, so daß manSil11, 1 ' f V, ( . (Ii.!, iI .f h,;i t' ' ' i