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Vorwort
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Das Damengambit gilt heute als eine der solidesten Eröffnungen und ist ein häufiger Gast in Wettkämpfen der verschiedensten Ebenen. Der Anziehende verfügt über den größeren Aktionsraum und eine gewisse Initiative. Für die Position von Schwarz ist dagegen Sicherheit und Stabilität charakteristisch, was ihm allen Grund gibt, auf einen allmählichen Ausgleich der Chancen zu hoffen. Deshalb ist diese Eröffnung auch fest im Repertoire vieler starker Großmeister verankert. Verschiedene Verzweigungen des Damengambits sind in der Schachtheorie dank der gewaltigen Turnierpraxis sowie der Analysen einer ganzen Reihe Theoretiker gründlich erforscht. Der vorliegende Band ist der Untersuchung der klassischen Variante des abgelehnten Damengambits gewidmet — der Verteidigung 2. e6 3.^c3 ^f6bzw.3.^f3^f6. Die theoretische Erforschung der Verteidigung 2. . e6 begann mit dem im Jahre 1604 in Neapel veröffentlichten Buch von Salvio. Der Zug 2. e6 wurde auch von Stamma in seinen „Erfahrungen des Schachspiels" (Mitte des 18. Jahrhun-
derts) untersucht. Einige Male wurde diese Eröffnung 1843 im Wettkampf Staunton—Saint-Amant angewendet. In demselben Jahr kam der russische Meister Janisch in der „Neuen Analyse der Schacheröffnungen" zu dem Schluß, daß 2. e6 die beste Möglichkeit des Nachziehenden im Damengambit ist. Besondere Beachtung erwarb diese Eröffnung durch die Siege Zukertorts in London 1883 und Pillsburys in Hastings 1895. Es entwickelten sich eine Vielzahl von Systemen und aktiven Verteidigungsvarianten wie das Cambridge-Springs-System (3.^c3 ^f6 4. Ag5 ^bd7 5.e3 c6 6.ilf3l^a5),das Capa-blanca-System (3.^c3 ^f6
4.Äg5 Äe7 5.e3 0-0 6.^f3 ^bd7 7.Scl c6 8.Äd3 de 9.Ä :c4 ^d5), die Rubinstein-Variante (7.1^c2) und viele andere. In den letzten Jahren erlangten das Abtauschsystem (c4:d5, e6 :d5) und die Tartakower-Variante (3.^c3 ^f6 4.Äg5 Ae7
5.e3 0-0 6.^f3 h6 7.Äh4 b6) besondere Popularität.
Der Autor dankt dem Meister Mazukewitsch für seinen großen Beitrag bei der Erarbeitung des Bandes.
L. Polugajewski
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