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ZEITSCHRIFT FÜR DEN KURZWELLEN-AMATEUR
Herausgegeben vom Deutschen Amaleur-Radio-Club (DARC1 32. Jahrgang »CQ« Juni 1961 15.Jahrgang >QRV«
Es kann der Beste nicht in Frieden leben, . . .
Der Deutsche Amateur-Radio-Club hat es bisher immer vermieden, in seiner Clubzeitschrift zu Angriffen Stellung zu nehmen, die aus unserem eigenen Land an ihn herangetragen wurden. Das Vertrauen von 13 000 Mitgliedern und seine Stellung als Vertreter der deutseihen Funkamateure in der Internationalen .Amateur-Radio-Union gaben unserm Club die Möglichkeit, seine Mitglieder damit unbehelligt zu lassen, zumal das Kräfteverhältnis gegenüber einer zahlenmäßig kleinen Gruppe falsch unterrichteter Amateure zu unbedeutend ist. Da die Methoden dieser Gruppe inzwischen aber Formen angenommen haben, die mit Amateurfunk nichts mehr zu tun haben, halten wir es jetzt an der Zeit, unsere Mitglieder darüber aufzuklären.
Mit dem Versuch, unserem Club und damit den deutschen Funkamateuren ihre im internationalen Rahmen aufgebaute QSL-Vermittlung zu nehmen, begann schon vor Jahren die unrühmliche Geschichte eines Dramas. Als diese Bemühungen aber nicht zum Ziele führten, eröffnete man gegen uns einen Kleinkrieg, der die Akten darüber anschwellen ließ und über den diejenigen, die von uns damit zu tun hatten, nur die Köpfe schütteln konnten Trotz allem aber bemühte sich der DARC, mit den Splitterverbänden, die nur zu einem kleinen Teil aus ehemaligen DARC-Mitgliedern bestanden, weiter im Gespräch zu bleiben, um dem deutschen Amateurfunk, der sich durch seine Mitarbeit im Internationalen Geophysikalischen Jahr internationales Ansehen verschafft hatte, nicht zu schaden.
Anläßlich des Deutschlandtreffens 1959 in Bad Harzburg gelang es dann auch, mit einsichtigen Vertretern dieser Gruppen zu einem Abkommen zu gelangen, welches ihnen eine freie und ungehinderte Betätigungsmöglichkeit garantierte und sie an allen Einrichtungen des Clubs teilhaben ließ. Der Frieden unter den Funkamateuren schien endlich hergestellt, und wir glaubten schon, endgültig die Akte über ein unschönes Zwischenspiel schließen zu können, um die Arbeit an gemeinsamen Interessen fortzusetzen.
Schon ein halbes Jahr später kündigte man uns mit fadenscheiniger Begründung diesen Vertrag und gründete die sog. „Zentralvereinigung der Funkverbände" mit dem Sitz in Essen. Aber auch jetzt warf unser Club die Tür nicht zu und erklärte sich gegenüber der Lizenzbehörde zu weiteren Verhandlungen bereit, wenn auch nur die geringste Aussicht auf Erfolg bestünde.
(Schluß Seite 272)
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