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ZEITSCHRIFT FÜR DEN KURZWELLEN-AMATEURHerausgegeben vom Deutschen Amaleur-Radio-Club (DARC)26. Jahrgang CQMai 19559. Jahrgang QRVEiner Betrachtung wert. . .Das Amateurfunkwesen ist so stark mit technischen und öffentlichen Interessen verknüpft, daß ein Verband von Funkamateuren zwangsläufig der Öffentlichkeit gegenüber andere Interessen haben muß als beispielsweise ein Verband von Sportkeglern oder Anglern. Der Kegler nimmt nämlich der Öffentlichkeit nichts weg. Die Gegner des Amateurfunks bescheinigen aber .jederzeit, daß die Amateure etwas sehr Wichtiges wegnehmen: Die ohnehin sehr knappen Frequenzen für die Nachrichtenübermittlung. Glücklicherweise gibt es eine Menge Menschen in allen Erdteilen, die auch positivere Seiten am Amateurfunk sehen oder sehen würden, hätten sie die Möglichkeit, diese zu entdecken. Hier liegt ein entscheidend wichtiger Punkt, an den wir uns noch öfter erinnern sollten. Wir sind nämlich in steigendem Maße auf den guten Willen und auf das Verständnis von Menschen angewiesen, die selbst keine Amateure sind, aber über Verteilung und Benutzung von Frequenzen zu entscheiden haben.Schon aus diesem Grunde ist es wichtig, der Öffentlichkeit mehr Einblick in das Wesen und Wirken des Amateurfunkwesens zu geben. Dazu ist in erster Linie Kontakt mit der Presse notwendig. Bekanntlich hat eine Zeitung die Aufgabe, Nachrichten zu bringen. Welche Nachrichten sie bringt, bestimmt meistens der Redakteur. Der Reporter, der seine Meldungen untergebracht wissen will, weiß das. Er weiß auch, daß der Redakteur die Nachrichten nur dann bringt, wenn er sie für seine Leser interessant genug hält. Der Reporter versucht deshalb, die Nachricht interessant zu machen, ihr einen Aufhänger" zu geben, sie in eine story" zu verweben, eine Schlagzeile" zu bekommen. Nun, ein guter Aufhänger, eine nette story, eine gekonnte Schlagzeile hat noch keinem Ereignis geschadet. Aber die Sensation um der Sensation willen, die falsch verstandene und kommentierte Wichtigkeit unwichtiger Nebendinge, die unsachlich gefärbte Reportage zur Herausstellung einer an sich nicht wichtigen Person oder eines nicht in dieser Form abgelaufenen Ereignisses - sie alle schaden dem Ansehen einer so schwierig erfaßbaren Materie, wie es das Amateurfunkwesen vom Ideellen wie vom rein Technischen her geseihen ist, ungeheuer.Wir sollten stets beachten, daß ein Reporter durch die Zeitungsarbeit allein zur Genauigkeit und Präzision erzogen wird. Der schönste Aufhänger wird ihn nicht dazu verleiten, sich beispielsweise Mitgliederzahlen aus den193