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Der Beifall brandete noch einmal auf. Stehend zollte man den Giganten des königlichen Spiels Ovationen. In Gedanken verneigten sich alle Freunde des Schachs vor Anatoli Karpow und Garri Kasparow, die sich ein unvergleichliches Duell geliefert hatten. Ein letzter Hándedruck beendete es, ein Hándedruck, der sich wiederholen wird, dann, wenn sie sich wieder gegenüber sitzen. Er beendete das lángste Duell um die Schachkrone, die nach den Regein der FIDE alle drei Jahre vergeben werden sollte und deshalb schon im vergangenen Jahr fállig war. Aber es wáhrte lánger; es dauerte 230 Tage vom ersten bis zum letzten Zug, ehe der Weltmeister feststand. Was sich spátestens nach zwei Dritteln andeutete, wurde am Ende Wirklichkeit: Garri Kasparow, der 22jahrige Student aus Baku, wurde neuer Weltmeister. Es ist der 13. Name, der in der nunmehr lOOjahrigen Geschichte der Weltmeisterschaften in das goldene Buch eingetragen wird. Mit dem Sieg des jungen Aserbaidshaners setzten sich der Mut, die Dynamik und das Draufgángertum der Jugend durch. Es mufi aber auch be! tont werden, daB der Exweltmeister Anatoli Karpow nicht i nur ein groBartiger Verlierer | war, sondern auch entscheidenden Anteil daran hatte, daB dieses WM-Duell einmalige Klasse erreichte. Das Duell, das sich die beiden sowjetischen GroBmeister seit dem lO.September 1984 mit einer Unterbrechung im Frühjahr und Sommer 1985 bis in den November hinein lieferten, sucht seinesgleichen