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fö-iv'^ 'V^ mV':Skat - Glück oder Verstand?6i - gewonnen! Der Alleinspieler, sichtlich erleichtert, atmet auf. Wenn im vorletzten Stich zum As nicht noch die erhofften 4 Augen gekommen wären, wenn König und Lusche in einer Hand gesessen hätten. . .DieGegenspieler zählen zweimal die Augen ihrer Stiche. Umsonst, es stimmt. Glück gehabt!, spontane Worte der Enttäuschung an die Adresse des Alleinspielers. Typische Erstreaktion. Keine Ausnahme also, eher der Normalfall beim Skat - im Spiel auch mit Glück.Das Kartenspielen überhaupt fasziniert und zeigt sich als eine spezifische Form einer von äußeren Zwängen freien Tätigkeit. Trotz vielfältiger neuer Formen der Unterhaltung hat es nichts an Zugkraft eingebüßt. Überall wird kräftig weitergemischt. Und da ist nach der Beliebtheitsskala aller deutschen Kartenspiele der Skat unverändert klar in der Vorhand.Inhalt und Wesen des Skats kommen dem Spieltrieb des Menschen, der sinnvolle Unterhaltung und Vergnügen in der Welt der Spielkarten sucht, seit eh und je besonders entgegen. Zu allen Zeiten hat er deshalb die Herzen von Millionen erobert, sich fest und für immer in sie hineingespielt - unterstützt von einer Vielfalt ernster, beschaulicher und humoristischer Darstellungen. Wissensvermittelnd und anregend, am Rande des Skattisches: Hterarisch, poetisch, zeichnerisch, musikalisch, bühnenhaft In einer Fülle, wie sie bis auf den heutigen Tag kein anderes deutsches Kartenspiel aufweist.Kein Spiel ist so geistreich und feinsinnig wie gerade der Skat, schrieb der Altmeister des Skats, Artur Schubert, in seinem 1922 erschienenen Lehrbuch Die Kunst des Skatspiels. Es sei dahingestellt, inwieweit das Schubertsche Werturteil absolut zutrifft. Immerhin sagt es Wesentliches darüber aus, warum die Altenburger Erfindung aus dem zweiten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts vielfach Leidenschaften weckt, warum sie bereits frühzeitig zur unangefochtenen Nummer Eins avancierte und bei alt und jung so hoch im Kurs steht. Vor allem aber läßt es eine brauchbare Antwort auf die ewig junge Frage nach der Rolle von Glück und Verstand im Skat anklingen.Im reinen Kartenglücksspiel hat der Zufall, wie schon aus der Bezeichnung dieser Gattung Kartenspiele hervorgeht, eine vergleichsweise höhere14 bis 15 Millionen Skater, so schätzt man in Expertenkreisen, soll es in der DDR und der BRD geben. Beinahe jeder fünfte Bürger hüben und drüben weiß mit dem Skat mehr oder weniger etwas anzufangen. Dabei ist rund jeder zweite männliche Erwachsene aus beiden Ländern zum Mitspielen in der Lage. Hingegen kommt derzeit ungefähr nur jede zwanzigste Frau mit diesem Kartenspiel irgendwie zurecht.Links:Die Schwerter im sächsischen Wappen (Eichel-Daus) gaben diesem KartenbUd, das etwa um 1700 im sächsisch-thüringischen Gebiet entstand, ihren Namen. Wahrscheinlich spielten die Erfinder des Skatspieis mit solchen Karten. Älteste Schwerter-Karte der Gebrüder Bechstein aus Altenburg (mn 1832); Holzschnitt, schablonenkoloriert