Bővebb ismertető
gibt im Leben Augenblicke, wo man dem menschlichen Getriebe entfliehen und alle Sorgen und Pflichten des Alltags hinter sich lassen möchte, sei es auch nur für einen Tag. Wo man die Welt der Technik gegen Orte eintauschen möchte, an denen die Augen nicht mehr das Grau der Wánde sehen und die Ohren vom Larm der GroBstadt ausruhcn. Man sehnt sich danach, sich im Gras einer Wiese, auf einem Baumstumpf im Wald oder auf einem Stein am FluB niederzulassen. Vielleicht wandern die Menschen deshalb im Gebirge umher, sammeln in den Waldern Pilze oder widmen sich dem Weidwerk. Und manche sind Fischer. Diese sind vielleicht am zahlreichsten. Man fíndet sie in der ganzen Welt, überall dórt, wo es Flüsse und Fische gibt. Sie bilden eine grofíe, kunterbunte Familie, deren Angehöriger man wird, ohne zu wissen, wie. Vielleicht muB man zum Fischer geboren sein und die Sehnsucht nach dem Wasser mit auf die Welt bringen. Schon als Knabe geht man, die Angelrute in der Hand, am FluB entlang, der einen anlockt, verbringt alle freien Stunden an seinen Ufern und nimmt erst an der Neige des Lebens Abschied von ihm. Und was bietet der Fischfang dem Menschen? Die Antwort darauf ist schwer, denn jeder sucht an den Flüssen etwas anderes. Der eine Erholung und Ruhe, der andere das Gegenteil, Erregung. Der undurchdringliche Wasserspiegel des Flusses, sei es nun ein Strom oder ein tiefes stehendes Gewásser, besitzt seinen eigenen Zauber und vermag dem Fischer zu geben, wonach er sich sehnt - Entspannung oder Erregung. Mit dem Augenblick, da sie die Angelrute ergreifen, andern sich die Menschen. Entweder lassen sie sich geruhsam und friedlich in einer stillen Bucht nieder, oder sie laufen mit der Angelrute die FluBufer entlang, um die Fische aufzuspüren, anzulocken und zu fangen. Eine der schönsten Angelsportarten ist der Fang der Lachsfische, dem auch dieses Buch gewidmet ist. Diese Fische leben in den reinen, kalten Gewássern der Gebirgszonen. Wir finden sie schon in kleinen Bergbáchen, in Wildbáchen und in den FlüBchen des Vorlands, genauso wie in den Bergseen, groBen Flüssen und den an Forellenflüssen errichteten Talsperren. Ihr Fang stellt den Gipfel des Angelsports dar, er ist mühevoll, erregend und erfordert nicht nur Kenntnisse und technische Vollkommenheit, sondern auch körperliche Tüchtigkeit. Der Widerpart des Anglers, der Fisch, ist unter dem Spiegel eines Wasserlochs oder in den Wellen der Strörnung verborgen. Die Natúr hat ihn mit vollkommenen Sinnen ausgerüstet, die ihn vor Gefahren warnen sollen. Wie vollkommen sie sind, davon kann sich der Angler auf Schritt und Tritt überzeugen. Es genügen ein paar unvorsichtige Schritte am Ufer, und schon sind die Fische in ihren Schlupfwinkeln verschwunden, da sie die aufs Wasser übertragenen Bodenerschütterungen schon spüren, noch bevor der Angler ins Blickfeld des Fischauges gelangt ist. Daher muB der Angler, will er etwas fangen, so leise auftreten, daB sein Schritt überhaupt nicht zu bemerken ist, sich im Buschwerk verbergen, damit sein Schatten nicht auf den Wasserspiegel falit, und er muB auch viel vom Naturgeschehen wissen. Sein Gegner steht ihm gedeckt in seinem eigenen Element gegenüber und lauert. Náhert sich ihm der Angler schon unbemerkt, so befindet er sich zwar in seinem Gebiet, muB ihn aber nun noch zum Angriff verlocken. Oft sind die Fische infolge der Unvorsichtigkeit mancher Fischer schon gewitzigt. Sie kennen deren Köder und beachten sie gar nicht. Deshalb 5