Bővebb ismertető
EinführungDie meisten Menschen haben Freude daran, Pflanzen zu ziehen. Möglicherweise handelt es sich dabei um ein Relikt aus längst vergangenen Zeiten, als fast jeder ein kleines Fleckchen Erde besaß, dessen Produkte ihn ernährten. Kleinbauern, deren üppige Blumengärten im Sommer vor Farbenpracht glühten, setzten ihre Pflanzenzuchtversuche während des Winters im Hause fort und füllten ihre kleinen Fenster mit Geranien, Fuchsien, Begonien und Unmengen anderer Topfpflanzen.Diese Tradition ist heute noch lebendig, obwohl vielleicht die verwendeten Spezies sehr viel anspruchsvoller sind als jene, die früher in den Fenstern der Bauernhäuser und den Salons der Stadtwohnungen gediehen. Die meisten lassen sich unter den Oberbegriff Zimmerpflanzen" einreihen; hinzu kommt eine Reihe anderer blütentragender Pflanzen. Man muß nur irgendwann einen kleinen Spaziergang machen, um sich von der Beliebtheit der Hobbygärtnerei im Hause zu überzeugen. Kaum je geht man an einem Haus oder einer Wohnung vorbei, ohne in den Fenstern nicht wenigstens ein paar Zimmerpflanzen zu entdecken. Vielfach verhindern sie sogar, daß das Sonnenlicht überhaupt noch die Tiefen des Zimmers erreicht. Manchmal stehen die Töpfe so dicht nebeneinander, daß man sich unwillkürlich fragt, ob die Räume dahinter wohl ebenso vollgepfropft sein mögen.Allein der Gedanke an eine derartige Fülle gibt Anlaß zu einer Warnung. Wo zu viele Zimmerpflanzen untergebracht sind, verlieren sie eine ihrer wertvollsten Eigenschaften der Einrichtung einen besonderen Akzent zu verleihen. Wenn Sie also nicht gerade ein begeisterter Pflanzenzüchter sind und Dekoration ohnehin als zweitrangig betrachten, dann wählen Sie Ihre Zimmerpflanzen mit Bedacht, und übertreiben Sie nichts. Schätzungen von Experten zufolge schmücken mehr als 50 Millionen Pflanzen die Wohnungen britischer Bürger; um ein Vielfaches mehr sollen es in den anderen europäischen Ländern, in den Vereinigten Staaten, in Südostasien und Australien sein. Kein Wunder, daß man Zimmerpflanzen sozusagen auf Schritt und Tritt begegnet.Abgesehen von der Freude an der Pflanzenzucht mag es noch andere Gründe für ihre Beliebtheit geben. Wahrscheinlich spielen auch finanzielle Überlegungen eine große Rolle. Viele Frauen möchten auf Blumenschmuck in ihrem Heim nicht verzichten, und Blumen sind eigentlich immer teuer, zu mancher Jahreszeit sogar fast unerschwinglich. Mit einem einmaligen Kauf ist es dann auch nicht getan; jeder, der Schnittblumen im Haus liebt, sieht sich einer nicht endenwollenden Kette von Ausgaben gegenüber. Darüber hinaus muß man den Blumen während ihrer kurzen Zeit der Schönheit fast täglich Aufmerksamkeit widmen das Wasser wechseln, die Stengel kürzen, sie nachts ins Kühle stellen, sie in Papier wickeln, wenn sie schwacher Stengel wegen die Köpfe hängen lassen, und so weiter. Den meisten berufstätigen Frauen, die daneben ja auch noch ihren Haushalt zu versorgen haben, bleibt nach einem harten Arbeitstag wirklich keine Zeit für derlei Aufwand.Die Lösung dieses Problems sind Zimmerpflanzen. Obwohl sie anfangs vielleicht teuer sein mögen, können sie sich doch bei guter Pflege jahrelang halten und am Ende ein Gewinn sein. Mehr noch: Viele von ihnen produzieren ohne Mühe zahlreiche Ableger, die für später ständigen Pflanzenschmuck gewährleisten. Selbst blühende Topfpflanzen wie Indische Azaleen oder Alpenveilchen können ihre Blüten und die Freude der Hausbewohner daran zwei bis drei Monate lang erhalten; damit wiegen sie eine ganze Reihe von Schnittblumensträußen auf und erstehen zudem in den folgenden Jahren farbenprächtig wieder. Darüber hinaus machen Zimmerpflanzen nicht viel Mühe; zumindest die leicht zu kultivierenden unter ihnen begnügen sich meist mit wöchentlichem Gießen. Wenn man zum Beispiel Kakteen wählt und sie ins richtige Licht stellt, kann man sie fast sich selbst überlassen und sie wachsen doch wunderbar.Zwar wurde das Kultivieren von Zimmerpflanzen angeblich erst in unserem Jahrhundert besonders beliebt aber das behauptet man von vielen Dingen, die tatsächlich alles andere als neu sind. Es besteht kaum Zweifel daran, daß man schon im alten Rom, im Ägypten und Indien früherer Tage Pflanzen in Töpfen und Tiegeln ins Haus brachte, um damit die Räume zu schmücken.