Bővebb ismertető
VorspielWarum spielen wir? Was treibt von Kindesbeinen den Menschen dazu, mit Freude sowohl bekannte Spiele zu wiederholen als auch sich standig an neuen Spielen zu versuchen? Das sind einige der Fragen, die schneller ge-stellt als beantwortet sind. Entstam-men nicht alle unsere Fahigkeiten der Glieder, der Sinne und des Denkens letztendlich dem Spiel? Und braucht der Mensch nicht alle seine Fahigkeiten, um sich zu behaupten und zu ent-falten? Lassen wir keinen Geringeren als Friedrich Fröbel eine der vielen Antworten geben: Spiel ist die frühe-ste Form der geistigen Bildung. Durch das Spiel wird die Welt entdeckt und erobert.Spielen ist eine umfassende menschli-che Tátigkeit. Verschiedene Bedeutun-gen des Wortes spielen sind in Rük-kerts Gedicht vereinigt:Ich spielte mit Kiesein,ein Knabe so jung;Drauf spielt' ich mit Mádchenein wármeres Spiel;Schlecht fiel mir ein Bláttchen,das Spielchen zerfiel.Nun spiel' ich noch ebenmit Jammer und Not;Verspielt ist mein Leben,mit mir spielt der Tod.Wir wenden uns in diesem Buch einer Art von Spielen zu, für die in unserer Sprache kein rechtes Wort vorhanden ist und die am besten mit Denk-spiele zu umreiBen wáre. Gemeint sind damit jene Spiele, bei denen es weniger auf Glück oder Geschicklich-keit ankommt, sondern die Denken und Überlegen in den Vordergrund stellen. Würfeln oder Schach als aller-Fr. Fröbel (1782-1852) hielt das Spiel fúr die höchste Stufe der Kindesentwicklung. Müssen Sie angesichts dieser Bilder nicht seine Worte bestatigen: Ist nicht die schönste Erscheinung des Kinderlebens dieser Zeit das spielende Kind? - das in seinem Spiel ganz aufgehende Kind? (Holzspielkasten von Ch. Miene, Hohen-stein-Ernsthal)orts bekannte Spiele könnten den Ge-gensatz verdeutlichen. Die Grenzen sind aber flieBend: sowohl Denken als auch Zufall finden sich irgendwo in den meisten Spielen. Was dieses Buch will, das ist, nicht nur ein Spielemagazin zu sein. Jedem Spiel sind eine Analyse oder doch we-nigstens Bemerkungen über die Strate-gie beigegeben, jeder Aufgabe eine Lö-sung. Das Buch will anleiten, jedes Spiel so gut wie möglich zu spielen. Selbstverstandlich ist es Ihnen über-lassen, wie weit Sie sich dann und wann in eine Spielanalyse hineinden-ken wollen. Die Beschreibung der Spielregeln ist natürlich an sich und ohne Spielanalysen verstandlich, umden Spielfunken auf Sie überspringen lassen zu können. Die aus Analysen gewonnenen Strategien können, ohne die Analyse nachzuvollziehen, kochre-zeptartig und mechanisch angewendet werden. Sie werden eine Reihe von Spielen finden, die für Kenner voll-stándig bestimmt sind: Wenn die An-fangsumstánde günstig sind, dann hat Ihr Gegner keine Chance zu siegen. Spiele für Zyniker? Ist das Buch damit ein Spielverderber? Ich glaube nein, und hier sind einige Gründe da-für.In jedem Spiel wird es Ihr Ziel sein zu siegen. Je mehr Sie spielen, um so mehr Erfahrungen werden Sie sam-meln und Ihren Vorrat an Gewinn-zügen in neue Spielsituationen oder sogar andere Spiele einbringen können. Das wird so weit führen, daű Sie ungerechte Spiele auch als solche er-kennen. Ob Sie daraus einen reinen Erkenntnisgewinn für die Bewalti-gung anderer Spiele ziehen oder Ihren uneingeweihten Partner wie einen Fisch an der Angel zappeln lassen, das