Bővebb ismertető
Die Jagd diente unseren Ahnen zur Nahrungsbeschaffung, in den vergangenen Jahrhunderten wurde daraus Sport, heute wird die Jagd im Rahmen einer auf wissenschaftlicher Basis beruhenden Wildwirtschaft betrieben. Wer, wann, wo und auf welches Wild jagte, hing von den gesellschaftlichen Umstánden ab. Im Mittelalter gab es zwei gesellschaftliche Klassen bzw. Schichten die jagten: die eine war damit bescháftigt, die Küchen der Herrscher, Adligen und Kirchenherren zu versorgen wie beispielsweise die freien königlichen Jager von Szentgál sowie die Vertreter der herrschenden Klasse. Letztere entschieden selbst, wann mit welchen Methoden auf welches Wild gejagt wurde. Seit dem 18. Jahrhundert wurde das Jagdrecht auf breitere Schichten ausgedehnt, wobei anfangs nur auf dem eigenen Grund gejagt werden durfte. Die höhere Zahl der Jager lichtete aber den Wildbestand. Die Verringerung des Wildbestandes machte die einführung verschiedener Verordnungen notwendig, es war vor allém durch den Schutz einzelner Tierarten begründet. Eine der wichtigeren MaBnahmen war die Einführung der Schonzeiten. Die Summe der Wildschutz-Vorschriften bezeichnen wir in der heutigen Form als Wildwirtschaft. Die Jagdregeln und -gewohnheiten bildeten sich im 19. Jahrhundert heraus. In Európa waren auf diesem Gebiet die Österreicher und die Deutschen am aktivsten. Es wurde die Jagdliteratur geboren, die die mit der Jagd zusammenhángenden Kenntnisse in den Rang der Wissenschaft hob. Dazu gehören die Kenntnisse der Physiologie und der Lebensweise sowie die der Existenz und des Gattungsverhaltens, die Erláuterung des individuellen und Gesellschaftsjágens, das Erkennen des Lebensalters und der Qualitát des Hochwildes, das Fáhrtenlesen, die Lehre der bei der Jagd angewandten Waffen und Instrumentarien, die Kenntnisse der verschiedenen Jagdhunde sowie ihre Erziehung und Abrichtung. Und es hat sich auch eine besondere Art von Kleidung und Jagdausrüstung sowie die geschriebenen und ungeschriebenen Gesetze des Verhaltens herausgebildet. Die deutschen und österreichischen Jagdregeln, Vorschriften und Bráuche sind auch in Ungarn verbreitet. 1883 wurden die ersten Gesetze und#Verordnungen über die Schonzeit verabschiedet; es wurden auch die Jagdumstánde rechtlich festgesetzt und man begann bestimmte Formalitáten und Zeremonien in die Jagd einzuführen, so den letzten Bissen, den Bruch, die Strecke usw. Diese Ausdrücke müssen dem Jagdunkundigen erláutert werden. Der letzte Bissen" ist eine Handvoll Pflanzen von dem Platz, wo das Wild erlegt wurde, z.B. der Zweig eines Laubbaumes, langstieliges Gras oder Getreidepflanzen, die dem erlegten Wild durch den Áser gezogen werden. Der Schützenbruch" sind kurze Zweige mit Bláttern, bzw. Nadeln möglichst von einer Eiche oder Tanne abgebrochen, die durch den SchweiB des erlegten Stückes gezogen an den Hut des Jágers, der das Wild erlegt hat, gesteckt wird. Die Strecke" ist der festliche AbschluB des Jagens in Gesellschaft. Das im Verlaufe des Tages erlegte Wild (Wildschwein oder Niederwild wie Hasén oder Fasanen) wird auf einer Lichtung in einer regelmáBigen Form mit Tannenzweigen oder Laub verziert angeordnet, rundherum werden Lagerfeuer entzündet und die Jager und Treiber ehren in Reih und Glied mit bloBem Haupt das